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Servus Tauchfreunde!
Wir waren wieder mal unterwegs.
Wie schon vor einem Jahr unternahmen wir einen Ausflug in das wunderherrliche Seengebiet,
im geografischen Herzen Österreichs, das

 

Salzkammergut
07. – 09. September 2001

 

Zu den Fotos

 

Die Anreise war tatsächlich so, wie es uns die Wetterfrösche in den Tagen davor prophezeit hatten (wir verliessen uns nicht nur auf einen, was uns aber leidlich wenig nützte): Regen, Regen und nochmals Regen.....!

Teilweise sogar Nebel. Na da kam vielleicht Freude auf!!! Juppidu-hu! Natürlich war es auch entsprechend temperiert.Aber: so a bissl a wossa kaunn an echten taucha nit wiaklich beeindrugg’n...!oda doch?? Schau ma moi, daunn weama’s scho seg’n...
Die Vorhut, bestehend aus Hermann, Gottfried und meinereiner, traf sich schon am frühen Freitag nachmittag für ein kleines Einstimmungstaucherl am Attersee in der Nähe von Kammer bei Km 3,2 –3,8. . . Pipifein! Klare Sicht, sehr kalt, schöne lange Baumstämme, von denen sich einer sogar noch bewegte (er rollte, als ihn die Druckwelle von Gottfrieds strengem Flossenschlag erfasste . . .).Geplanter Treffpunkt für die ’Meute’ war die „Schirmbar“ des
„k. u. k. Hofbeisls“ im Zentrum von Bad Ischl. Doch wegen des tollen Wetters probten die schon den Herbst und liessen die Schirmbar einfach zu. So trafen wir uns eben im nahen „k.u.k.“. Es dauerte wider Erwarten auch nur 1½ Stunden bis alle da waren. Fast alle. Anschliessend bezogen wir teilweise unsere Quartiere, Dumba-Stiftung und Jugendgästehaus und trafen uns dann wieder zum Abendessen – der ordentliche Taucher muss ja angesichts der niedrigen Temperaturen bei Kräften bleiben.Das „Weinhaus Attwenger“ ist sehr zu empfehlen. Nach dem hervorragenden Essen war die Stimmung für’s erste wieder ganz gut. Hier stiessen auch die letzten Nachzüglerinnen direkt von Ihrem Arbeitsplatz zu uns. Zum Ausklang ging’s noch ein mal ins k.u.k., das nun schon um einiges voller und lauter war. Mit einem kühlen Blonden bereiteten wir uns auf das kalte Morgen vor.
Am Samstag morgen fanden sich alle am Parkplatz beim Jugendhaus ein – auch Andi L. - , und wir fuhren unter der Leitung von ’il presidente’ zum ersten Tauchplatz: zur ’Kienbergwand’ im Mondsee. Das Wetter war unverändert scheusslich: windig und regnerisch. Aber wir wollten tauchen. Also los!! Nass werden wir ja sowieso. Hapüh! Na DER See ist vielleicht kalt?! Brrrrrr. Und erst die Sicht. Naja, die war eh ganz gut, aber da wir unmittelbar hinter einer deutschen Anfängergruppe – Respekt an den TL, der sich das bei den Wassertemperaturen und Tiefen antut -, die einiges an Zeugs aufwirbelte. Hier war neben der richtigen Kompasszahl teilweise auch der Tastsinn gefragt! Aber nach einigen Metern ’owizua’ klarte es richtig auf und der Spass konnte beginnen. Das mag für den/die eine/n oder andere/n natürlich übertrieben klingen, denn ab 15m wurde es noch kälter als kalt. Es wurde von 1°C (!!!) in 30m berichtet. Naja, analoge Instrumente . . . sind schwer zu lesen . . . Zu sehen gabs natürlich auch etwas: Auto- und Telefonzellenwrack, einige Plattformen und sonstiges Zeugs.
Draussen woa’s . . ?
Nawos?
OASCHKOID!!!
Dschuidig’n, owa wos woa is, kaunn ma sog’n/schrei’m. oda?
Kaum dem warmen See-Wasser entstiegen, wurde auch schon – bei strömendem Regen - von der Urgrosstante des Neffens des Besitzers des Parkplatzes versucht die Park- und Eintrittsgebühr (1 entsprechendes Schild steht eh an der Zufahrt) zu kassieren. Aber mach das mal jemand bei 10, 12 Tauchern, die leicht frieren und noch im Neopren stecken . . . Aber die Omi mit ihrem Krückstock blieb ganz schön hartnäckig, bis? Ja bis sie die Ansicht des nackerten Hinterns eines Tauch-Prinzen – oder war es doch eine Tauch-Prinzessin? Ob der Kälte konnte das noch nicht geklärt werden, wird’S auch nimmer – von dannen zog. Paasst. (owa kassiert hot’s vo olle.) Anschliessend w-wärmten wir uns in einer Touristenfütterkrippe wieder auf.Danach sollt’s am Südufer des Mondsees weiter gehen, aber es kam anders. Die Bedingungen waren unverändert. Da haben, wie schon zuvor einige unserer Mädels, auch der eine und der andere männliche Taucher das (kalte) Handtuch geworfen und verzichteten drauf. Als es dann auch noch Schwierigkeiten mit der Zufahrt zu dem Tauchplatz "Falkensteinwand" am Wolfgangsee gab (ein privater Hotelier hat den Schlüssel zu einem Gemeindegrund, den er aber anscheinend als seinen eigenen ansieht), entschieden wir uns für einen andern Platz:die Franzosenschanze am Wolfgangsee, direkt an der Bundesstrasse 158 nach Bad Ischl. Ein nettes Gangl, leider wenig zu sehen, obwohl die Sicht ganz gut war. Wir hielten uns verständlicher Weise nicht lange hier auf, nach dem wir halbfeucht wieder in die Unterkünfte kamen, erfreuten wir uns an richtig warmem Wasser in der Dusche. Nach kurzem Relaks’n nahmen wir das Abendessen im „Hotel Stadt Salzburg“ ein, wo es auch wieder sehr gut war. Andi liess eine Runde Obst auftischen und alle waren wieder erwärmt. Die Abendgestaltung wurde teilweise zu einer Regenwanderung, aber letztendlich kam jede/r noch zu seiner/ihrer Erfrischung. Manche waren schon bald in den Federn, manche natürlich wieder nicht so schnell...
Am Sonntag früh lösten sich ein paar der Mädels von uns, um anstatt bei DER Kälte zu tauchen die Eishöhlen (!) im Dachstein-Massiv zu besichtigen.
Äh, hm, na ja . . . Der Rest der Taucher fuhr – schon in Richtung Osten – zum Grundlsee. Vom „Rostigen Anker“, einem guten Wirtshaus in Gößl, das direkt am Seeufer liegt, ist es nicht weit zum Tauchplatz „Gösslerbucht“. Dieser T-Platz ist echt fein. Vorausgesetzt man nimmt den richtigen Einstieg, ist geradeaus von Ufer weg in etwa 10-12m Tiefe mit schweren Ketten eine Taucherglocke an einen Felsen montiert, der aus 19m senkrecht aufsteigt. Etwa die Hälfte seines Umkreises bildet mit dem Nachbargestein eine schmale Schlucht. In der Nähe ist eine weitere Kuppel angekettet. In beiden Hohlräumen hat’s eine eigenartige Akkustik. Insgesamt ein würdiger Abschluss eines verregneten, aber doch netten Tauch-Wochenendes, an dem wir gleich in drei (!) Bundesländern tauchten.

Die HSV-Akteure waren diesmal:
Hermann Bauer
Gerd Kaufmann
Roland Kuzmits
Elfi Mayerhofer
Manfred Winter
Thomas Kittelmann
Richard Schmid
Norbert Haunold
Renate Haunold
Christian Reindl
Sonja Gundelach
Karin Strobl
Gerda Strobl
Peter Prokop mit Anhang Monika
Gottfried Schwarz
Hannes Dopler & Familie
Andrea Kernegger
Nina Kernegger
Andreas Luegger
Gäste:
Hannes Strobl
Ronny Strobl

Ach ja: wer bei solchem Wetter Tauchen geht, sollte sich vergewissern, dass er jedenfalls ein trockenes Badetuch im Auto bereit hat, damit er es nichterst kilometerweit holen fahren muss . . . !
Mit freundschaftlichem Flossenschlag
Thomas