Punat, 6. bis 10. Juli 2005
"Der miserablen Großwetterlage zum Trotz!"

 

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Mi 6.7.05
Wir erreichten "unsere" Pension Manzoni gegen 15:00. Wir, das sind Norbert H., Renate H. und Bernhard L. inkl. 3x Tauchgepäck, Notfalltasche, Sauerstoffkoffer, sowie 11 gefüllte Pressluftflaschen. Aber, wir waren nicht die Ersten.


Manfred, Margret und Markus K. waren bereits ein paar Tage früher angereist. Und keine halbe Stunde später trafen auch Manfred F. und Franz L. ein. Damit waren schon die Teilnehmer am *Einstimmungsterrassensitzen* festgelegt. Nach diesem wichtigen Termin ging's auf in den Hafen zum nächsten wichtigen Termin. Für Norbert und mich das Treffen mit Kapitän Ranko Bonifačić, für die anderen die Riva Bar. Nachdem die "Zlatopružica" nicht im Hafen, und auch auf dem neuen Schiff, der "Lenica" niemand anzutreffen war, fanden wir Ranko - in der  Bar gegenüber, und auch die Riva-Bar-Pilger saßen bereits mit ihm an einem Tisch. Dort wurde alles Wichtige bei einem gemütlichen Bierchen besprochen, anschließend übersiedelten wir die paar Meter weiter zum fast schon traditionellen Treffpunkt, dem Restaurant "Vele Vode". Nach wie immer gutem Essen gesellten sich auch Bernhard U. und Rudi S. dazu. Thomas S. und seine Freundin Veronika K., aber auch Herbert, Christian und Eva T, sowie Annette W. trafen erst spät abends in Punat ein. Das tat auch jenes Urlauberpärchen aus unserem Lieblingsnachbarland, das das einzige "nicht-HSV-besetzte" Terrassenzimmer bewohnte. Ob unserer guten Laune, mit der natürlich nicht hinterm Berg gehalten wurde, stürmte SIE aus dem Auto direkt ins Linzer-Zimmer, um dort kund zu tun, das sie um 4 Uhr morgens abreisen müssen, und wir deshalb jetzt still zu sein haben. Das tat sie mit einer Inbrunst und in einer Lautstärke, dass auch ich, die zu dem Zeitpunkt bereits geschlafen hatte, es ja nicht verpassen konnte. Als die Dame (oder heißt es doch Furie?) zum zweiten Mal ins Zimmer stürmte hatten alle die verschlagene Rede wieder gefunden und komplimentierten sie sogleich wieder hinaus. Daraufhin weckte sie den armen Hausherrn und schleppte ihn herauf, wo er ganz schlaftrunken in die Gegend blickte, irgendetwas murmelte und sogleich wieder verschwand, während sie noch von der Polizei phantasierte. So gegen 1:30 kehrte dann langsam Ruhe ein, ob die Abreise pünktlich stattfand kann keiner sagen, wir haben sie jedenfalls weder gehört noch wieder gesehen. (Ein Glück, für sie.)
Do 7.7.05
Gegen 8:30 trudelten alle Teilnehmer am Hafen ein, auch Nadja K., die mit Richard S. und den Kindern am Campingplatz logierte. Einzig unser zweiter "Grünschnorchel" hatte den Weg immer noch nicht gefunden, er wurde bereits seit Mittwochnachmittag vermisst. Schließlich wurde er von Didi am Vormittag in seinem Bett ausfindig gemacht, wo er sich mit seinen Ohrenschmerzen arrangierte. So waren denn – man höre und staune – um 8:50 alle Mann (und Frauen) mitsamt Gerödel an Bord!

Alle, das sind:
Norbert H.     "Pinguin"- Dompteur
Renate H.      die schreibende
Bernhard L.    "Ich geh jetzt schlafen"
Manfred K.     nach Sonnenüberschuss
Margret K.      die Listenführerin
Markus K.       der Junior
Manfred F.      füllt die Gläser
Franz L.         beschwert sein Auto
Thomas S.     kommt etwas später
Veronika K.    die Trockentaucherin
Bernhard U.   der Wasserkopfhäubler
Rudi S.          der Brillenwechsler
Herbert T.     mit Tochter – ohne Baby
Christian T.    der Barde
Eva T.           die Sonnenanbeterin
Annette W.   die zu leichte
Nadja K.        sehr verwandelbar


Die Abfahrt verzögerte sich trotzdem etwas, weil noch ein paar Tauchgenehmigungen fehlten.  Gegen 9:15 ging´s dann los, raus aus dem Hafen und unter der Wolkendecke. Auf dem Weg zur Insel Cres blieb uns trotz Schlechtwettervorhersage die Sonne treu und der erwartete starke Jugo (Südwind) blieb auch ein laues Lüftchen.
 
1.TG Otok Cres – Mezulin
GPS: 44° 54’ 87”N
     O 14° 27’         79”E
Check-Dive. Unter dem Schiff ca. 10m tief, ein Stückchen weiter parallel zum Ufer eine Riffkante. Die Steilwand fällt bis ca. 35m Tiefe ab und hat ein paar kleine Höhlen.
Gleich vorweg: Auf allen Tauchgängen gab es viel zu sehen, von schönem Gorgonienbewuchs und Leopardenschnecken über eine Menge Schwarmfische bis zu Drachenköpfen, Oktopussen und sogar Conger und Knurrhähne.
2.TG Otok Cres – Lukovac
GPS: 44° 49’ 81”N
     O 14° 27’         79”E
Nach einer Seegraswiese folgt eine Steilwand, die bei ca. 35m Tiefe in einen Sandgrund mündet. Ein Stücken weiter fällt die Wand noch einmal bis ca. 60m Tiefe ab. Die Wand hat zudem etliche Grotten und Löcher in denen so manches Getier zu finden war. Auf der Rückfahrt nach Punat wurde beschlossen einander um 21:00 in der altbekannten Pizzeria "La Perla" zu treffen. Dort angelangt mussten wir feststellen, das sich keine einzige Pizza auf der Speisekarte finden ließ, und auch sonst kaum etwas "vernünftiges" zu essen. Nach der lakonischen Erklärung man fände keinen Pizzakoch und sei jetzt ein Bistro verließen wir die (Un-)Gaststätte und fuhren zurück nach Punat zum Mexikaner. (Die Pizza dort ist ausgezeichnet und sehr günstig.) Löblich erwähnen muss man, dass die Nachzügler Nadja und Richie von der Kellnerin zum Mexikaner nachgeschickt wurden. Einzig Mandi trauerte um sein Tiramisu und konnte mit einem Eis mehr schlecht als recht getröstet werden. Besser half da die Aussicht auf die "bar terasa". Auf dem Weg dorthin erleuchteten bereits etliche Blitze unseren Weg, und so wurde es doch nur ein *unterderMarkisezusammenkauern* - aber um nichts ungemütlicher.
Fr 8.7.05
Nachdem beinahe die ganze Nacht ein Gewitter das andere abgelöst hatte, hörte es morgens zumindest auf zu regnen. Um 9:00 war alle(s) an Bord (ja, schon wieder pünktlich!), und wir fuhren los, wieder Richtung Cres. Die Wettervorhersage war heute noch etwas schlechter als am Tag zuvor, und das Wetter hat sich genauso wenig daran gehalten. Also – Sonnenschein mit gelegentlichem Wolkendurchzug und leichter Brise.
1.TG Otok Cres – Merag
GPS: 44° 59’22”N
     O 14° 25’         48”E
Direkt unter dem Schiff liegt eine Steilwand, die im weiteren Verlauf drei Höhlen aufweist, wovon eine bis auf 30m heraufreicht.
Zu Mittag gab es heute das beliebte Risotto das mancher gerne essen würde, wenn man es dabei nur nicht sehen müsste…  Die Kochkünste sind auf der "Zlatopružica" nach wie vor hervorragend, und mit dem nachfolgenden Fisch wurden auch die "Verweigerer" satt. Vor dem zweiten Tauchgang löste Manfred K. Bernhard U.´s Kopfhaubenproblem fachmännisch indem er ihr oben ein Loch verpasste, damit die Luft auch wieder raus kann. So einfach kann´s sein.
2.TG Mali Plavnik
GPS: 44° 58’ 59”N
     O 14° 32’         94”E
Diese kleine Felsformation ist bei Punatis auch schon ein alter Bekannter. Eine sehr interessante und vielseitige zerklüftete Steilwand mit einigen Canyons im 12m-Bereich. Auch hier fanden sich unter anderem Oktopusse, einer davon übte sich gerade in Hypnose. >Ich bin nicht hier, Du kannst mich nicht sehen. Ich sehe keine Lampe, und Du kannst mich auch nicht sehen, ich bin ein Felsbrocken, verflucht noch mal….< Für das Abendessen hatte uns Ranko wieder einen Tisch in Bašca im Restaurant Portić reserviert, allerdings fuhren dann doch nur 7 Hungrige den 20min. Weg bis nach Baška. Ich muss sagen, der Weg lohnt sich jedes Mal, schon allein wegen dem Eis "mit Spaß". Auch dieser Abend wurde in der "bar terasa" beendet.
Sa 9.7.05
9:00 Es sind - jetzt wird´s unheimlich – alle an Bord und wir verlassen den Hafen im Sonnenschein. Einzig Nadja hatte sich über Nacht ziemlich verändert und hörte neuerdings auf den Namen Richie. Der Wetterbericht versprach heute eine leichte Bora (ablandiger Wind), und auch wenn er in den letzten beiden Tagen ziemlich daneben gelegen hatte, fuhren wir aufgrund des bereits vorhandenen Windes nicht wie geplant die Insel Prvić, sondern Goli an.
1.TG Otok Goli – Vela Vala
GPS: 44° 50’ 19”N
     O 14° 48’         87”E
Unter dem Schiff liegt ein Plateau bei ca. 7m Tiefe, das rundherum steil abfällt, meerseitig bis etwa 50m.
2.TG Otok Goli – Hr. Mali Goli
GPS: 44° 49’ 93”N
     O 14° 49’         92”E
Neben einer kleinen Landzunge vor Anker ist es unter dem Schiff ca. 10m tief. Die Wand fällt bis etwa 45m steil ab und wird immer wieder von Sandstreifen unterbrochen. Hier hat Annette eine Hand voll der überaus seltenen, 2-3cm großen Mascherlflossler entdeckt. Wie sich an Bord herausstellte waren es doch nur Farfalle-Nudeln die Ranko zwecks Strömungs-Check über Bord geworfen hatte. Auf der Heimfahrt warf die Frage nach dem Restaurant der Wahl für den Abend einige Unstimmigkeiten auf. Nach einigem hin und her erzählte uns Ranko von einem neuen Lokal, direkt neben dem "Vele Vode" namens "Sidro". Na das müssen wir doch ausprobieren! Am Eingang des Hafenbeckens trafen wir auf einen Fischkutter dessen Motor ausgefallen war. Kurzerhand wurde er in Schlepptau genommen und zu seinem Ankerplatz in der Marina gebracht. Das Anlegemanöver zu beobachten war sehr interessant. Bei der Gelegenheit muss die Crew der "Zlatopružica" gelobt werden! Es hat uns an Nichts gefehlt. Geschlagene 10 min. nachdem wir im Hafen angelegt hatten war das Schiff leergeräumt. Ehrlich! Kein Taucherlatein! Ich würde es auch nicht glauben, wenn es nicht so viele Zeugen gäbe. Einzig zwei Bleigewichte blieben zurück, und die wurden am nächsten Morgen geholt. Die Speisekarte des "Sidro" bietet von Fisch bis Fleisch und von Salat bis Pizza alles, und den meisten hat es sehr gut geschmeckt. (Manch einer war noch vom Vortag verwöhnt.) Der durchwegs niedrige Preis spricht auf jeden Fall für sich.  Herbert und Annette luden uns danach auf ihre terasa (bei Dragica, gegenüber der Pension Manzoni) zu einem Gläschen Wein und gingen schon einmal vor. So lange haben wir doch gar nicht gebraucht, aber als wir ankamen war´s finster bei Dragica. Also war wieder die "bar terasa" angesagt, wo wir noch einen lauen Abend verbrachten. Während Bernhard mehrmals verkündete "Ich geh jetzt schlafen" um sich dann doch lieber nachzuschenken, wurden die letzten Reserven aufgebraucht, begleitet von unserem Barden Christian und seiner Gitarre. Schön war´s.
An alles, was am nächsten Tag kam wollen wir uns nicht mehr erinnern.
(Ich meine natürlich die Abreise, nicht was Ihr denkt.)
Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!
Renate
 
PS.: Sorry Hermann, aber da ist scheinbar was dran, am Präsidentenwetter.
 

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