INDONESIEN / Sulawesi / Bunaken

 

Zu den Fotos


1.) Insel BUNAKEN – Nordsulawesi – Indonesien
Seabreeze – Ressort
(10.3.2006 bis 2.4.2006)
bzw.
2.) TORAJA-Land Rundreise – Südsulawesi – Indonesien
(15.3.2006 bis 19.3.2006)
Am 10 März 2006 war es endlich wieder soweit. Wir sind um 1100 Uhr von Wien mit AUA nach Singapur (knappe 11 Stunden Flugzeit) aufgebrochen.

Nach einem 4-stündigen Aufenthalt in Singapur flogen wir mit SILK-Air (Tochtergesellschaft von Singapur-Airlines) nochmals 3 ½ Stunden weiter nach Manado (Nordsulawesi). Sowohl AUA als auch SILK-Air hatten ein sehr gutes Service und die Verpflegung war auch sehr gut. Beim Flug Wien – Singapur hatten wir auch das Glück „Emergency-Exit“- Plätze zu erhalten, somit hatten wir mehr als genügend Platz. Mit dem Fluggepäck/Tauchgepäck könnte es jedoch etwas eng werden, da AUA nur 20 kg und 8 kg Handgepäck im Flugpreis inkludiert und die Aufpreise für Übergepäck doch recht hoch sind. Zu bemerken ist jedoch, dass es nicht so genau überprüft wird und somit können wir freudig berichten, dass wir nichts aufzahlen mussten.
Am Samstag den 11. März landeten wir dann gegen 1400 Uhr in Manado. Ein Taxi wartete bereits und brachte uns nach einer Fahrzeit von ca. 30 Minuten zum Hafen. Hier wartete Diana auf uns (Gattin von Terry dem Basis- und Ressortleiter) und wir traten unsere letzte Etappe – eine 45-minütige Bootsfahrt auf die Insel BUNAKEN an. Angemerkt wird, dass es gut ist Badeschuhe griffbereit zu haben, da es sowohl in Manado aber auch in Bunaken möglich ist, dass man beim besteigen bzw. aussteigen aus dem Boot, durch das Wasser waten muss. Bunaken ist eine kleine Insel mitten im Nationalpark. Es leben ca. 3000 Einwohner auf der Insel. Ca. 75 % sind Christen, der Rest Moslems. Von Problemen zwischen den Religionen ist überhaupt nichts zu bemerken. Auf Bunaken gibt es mehrere kleine Ressort-Anlagen, die alle ungefähr den gleichen Standart aufweisen. Ansonsten gibt es auf Bunaken keine Lokale oder sonstigen Treffpunkte. Wir haben uns für das Seabreeze-Ressort entschieden. Das Ressort wird von Terry (gebürtiger Australier) und seiner Frau Diana (Indonesierin) geleitet. Das Seabreeze  ist eine kleine Bungalow-Anlage die etwas erhöht über dem Meer liegt. Es ist hier alles sehr einfach aber man bemüht sich alles sauber zu halten. Strom gibt es nur zwischen 1800 Uhr und 0600 Uhr. Die Bungalows bzw. die Betten verfügen über ein Moskito-Netz und einen Kasten und eine kleine Anrichte. Durch die dauernde sehr hohe Luftfeuchtigkeit riecht es in den Kästen jedoch etwas muffig. Die Terrasse mit direktem Meerblick und der Hängematte bescherte uns wunderschöne Sonnenaufgänge und geruhsame Stunden zum relaxen. (z.B. „Geko-Studium“ am Abend) Das Badezimmer ist mit Natursteinen ausgelegt, es gibt jedoch nur Kaltwasser und der Druck ist nicht wirklich vorhanden. Es gibt „normale“ Toiletten jedoch muss man mit einem Wasserkübel alles hinunterschwemmen. Da wir jedoch darüber informiert waren, hatten wir damit kein Problem. Die Küche ist nicht sehr abwechslungsreich und eher gewöhnungsbedürftig. Es kommt schon vor, dass man auch zum Frühstück Reis oder Suppe vorgesetzt bekommt Aber auch damit haben wir gerechnet bzw. haben uns vorher schon informiert: Wir waren ja auch nicht auf kulinarischer Tour, sondern auf  TAUCHURLAUB.
Somit kommen wir nun auf den Punkt:

TAUCHEN:
Die Leihausrüstung kann nicht wirklich beurteilt werden, da wir unsere eigene Ausrüstung dabei hatten, jedoch machte die Ausrüstung der Dive-Guides einen recht guten Eindruck (und bei denen wird ja bekanntlich am meisten gespart). Ein Check-TG  wurde nicht durchgeführt bzw. eine Überprüfung der Brevet´s oder des ärztlichen Attests erfolgte ebenfalls nicht. Die Tauchausrüstung wird am Morgen des 1. Tauchtages vom Personal abgeholt und auf das Boot gebracht. Ab diesem Zeitpunkt braucht man sich nicht mehr darum zu kümmern. Es wird jeden Tag durch die Crew gereinigt und während der Nacht zum trocknen aufgehängt. Es wird täglich eine Ausfahrt um 0830 Uhr mit 2 Taufgängen und eine Nachmittagsausfahrt angeboten. Auf Wunsch können auch Early-Morning-Dives oder Nachttauchgänge unternommen werden. Das Ressort verfügt über 6 Boote. Während der ersten Woche waren wir 10 Taucher auf dem Boot und während der restlichen zwei Wochen brauchten wir uns das Boot mit maximal 3 anderen Tauchern teilen. Wir hatten immer genügend Platz. Während der Pause zwischen den Tauchgängen wurde Tee, Kaffee, Wasser, Kekse und frisches Obst angeboten und man konnte die Seele so richtig schön in der Sonne baumeln lassen. Die Tauchplätze sind in der unmittelbaren Umgebung und sind in 10 bis 40 Minuten erreicht. Wie soll ich es beschreiben: ????  Einfach SUPER. Obwohl die Wassertemperatur durchgehend 28/29 Grad hatte, war der 5mm Anzug trotzdem gerade richtig. Es handelt sich größtenteils um Steilwände mit einem tollen Bewuchs an Hart- und Weichkorallen, die in jeder Tiefe mit ihrer Farbenpracht locken. Zu sehen gab es Weiß- und Schwarzspitzenriffhaie, riesige Schildkröten, Stachelrochen, Adlerrochen, Seekobras, Schaukelfische, Fangschreckenkrebse, Geisterfetzenfische, Seegrasgeisterpfeiffenfische, Seepferdchen, Pygmäenseepferdchen, Barracudas, Büffelkopfpapageienfische, Thunfischschwärme und vieles mehr. Wir hatten aber auch das Glück die wunderschönen Mandarinfische zu sehen. Hiezu braucht man jedoch wirklich Geduld und Glück (um ein paar Szenen filmen zu können verbrachten wir ca. 40 Minuten vor dem Korallenblock). Die Sichtweiten betrugen zwischen 10 und 30 Meter. Angemerkt sollte jedoch werden, dass die Tauchplätze sehr anspruchsvoll sind und man jederzeit mit starker Strömung rechnen muss (teilweise wechselnd und manchmal kommt man sich wie in einer Waschmaschine vor). Tauchplätze ( ca. 25 in der näheren Umgebung): Barracuda, Mikes´s Place, Mega Mall, Pangulingan, Ron´s Place, Lekuan I, II und III, Timur, Abang Point, Siladen, Sachikos, Raymond, Fukui, Bualo, Cela-Cela,Tanjung Pisok, Turtle-City, Batu-Kopal, Buhias, etc.....
Also um es nochmals kurz zusammenzufassen: die schönsten Tauchplätze die wir je gesehen haben.

Und nun zur Rundreise: TORAJA-Land Wir flogen am 15.3.2006 mit Lion-Air von Manado nach Makassar. Nach einem Flug von 1 ½ Stunden wurden wir von Bert (Reiseführer) und Sam (Fahrer) freundlich begrüßt und ab ging es zur Privat-Tour in eine für uns fremde Welt. Das Toraja-Land liegt auf einer Seehöhe zwischen 700 und 1000 Meter. Die Häuser („TONGKONAN“) erinnern an Tschunken mit denen die Einwanderer vor ca. 4000 Jahren auf der Flucht vor den Mongolen aus Indochina gekommen sind. Der Eingang dieser Häuser ist immer nach Norden gerichtet (in Richtung ihrer alten Heimat). Vor diesen Häusern stehen in der gleichen Form Reisspeicher („ALANG“). Heute werden diese Tongkonan´s nur mehr von den alten Leuten kurz vor ihrem Tod bewohnt. Wir besichtigten u.a. Lemo, Londa und Kete-Kesu. In diesem Gebiet dreht sich alles um den Tod. Wir finden hier Felsgräber, hängende Gräber und Höhlengräber auf jedem Schritt und Tritt. Das schönste und teuerste Fest ist ein Begräbnis. Diese Feierlichkeiten unterliegen strengen Regeln. Die Dauer beträgt mindestens 3 Tage und es müssen je nach Rang des Verstorbenen eine Mindestanzahl an Büffeln und Schweinen geschlachtet werden. Es wird getanzt und es finden auch Hühner- und Bullenkämpfe statt. Der Tod wird hier nicht als etwas trauriges angesehen, sondern als Weg in den Himmel. Die Landschaft selbst ist einfach überwältigend. Eine Reisterasse folgt der nächsten. Zwischen 3 und 4 mal pro Jahr wird geerntet. Während der Rundreise waren wir im Hotel Toraja Heritage bzw. im Hotel Imperial in Makassar untergebracht. Beide Hotels entsprechen 4 und 5 Sternen. Es war eine interessante Tour, die einige Abwechslung brachte, und die wir jedem Sulawesi-Urlauber empfehlen können. Angemerkt wird aber dass man von den 5 Tagen der Rundreise 2 Tage für die An-und Abreise benötigt. Am 19.3.2006 flogen wir mit Lion-Air wieder zurück nach Manado.

ZUSAMMENFASSUNG:
Bunaken ist jederzeit eine Reise wert, man darf sich keinen Luxus hinsichtlich der Unterkunft oder des Essens erwarten. Dafür findet man jedoch Top-Tauchplätze vor – die noch nicht überlaufen sind. Die Leute sind sehr freundlich. Niemand hat eigentlich gebettelt, den Kindern konnte man die größte Freude bereiten, wenn man sie fotografierte und ihnen anschließend das Bild gezeigt hat. Mit ein paar Bonbons kann man den Kindern jedoch noch mehr Freude bereiten. Ein Urlaub weg vom Massentourismus, nur zum tauchen und entspannen.
Pro Strecke (Wien – Bunaken, bzw. retour) benötigt man ca. 26 Stunden.
Ein Danke an das Team vom Seabreeze:
Terry und Diana (Leitung)
James und Hendrik (Bar)
Onox (Küche)
Doni, Dedy, Adri, Martin, Demsi (Tauchguides und Bootcrew)
Stevie (Roomboy)
Und natürlich an alle anderen deren Namen wir nicht mehr wissen.
Die Einheimischen lieben das Singen und bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit wird mit Palmwein gefeiert und mit selbstgebauten Instrumenten musiziert.
Kosten:
-         Flug, Vollpension, Rundreise und 17 TG – 2.300,-- € (pro Person)
-         Bier – 2,-- €
-         Cola – 1,5 €
-         Extra TG  - 25,-- USD
-         Zigaretten Marlboro light  12,-- €
-         Visum vor Ort 25,-- USD,  in Österreich 35,-- €
-         Ausreisegebühr für internationale Flüge 75.000,-- indonesische Ruphia (7,50 €)
-         Ausreisegebühr für nationale Flüge 25.000,-- indonesische Ruphia (2,50 €)
-         Impfungen ???

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