Reisebericht HSV Kroatien – Mošcenicka Draga
vom 10.07.-16.07.2006

 

Zu den Fotos

 

Der Inhalt des folgenden Reiseberichtes wurde zugunsten der Lesbarkeit und Erheiterung zusätzlich hie und da ein ganz klein wenig ausgeschmückt. Eventuelle, auf den ersten Blick vermutbare, Parallelitäten mit den tatsächlichen Begebenheiten mögen den geneigten und aufmerksamen Leser verwundern, sind aber durchaus beabsichtigt.

Die Personen der Handlung sind der Redaktion hinlänglich bekannt. Man möge dem Redakteur auch die zeitweilige, zwangsläufig zum Ausdruck gebrachte und bisweilen ins ironische gehende Subjektivität verzeihen.
 
Teilnehmer:
Manfred K. - der Schäfer vulgo der gute Hirte
Motto: „In der Fruah zwa, drei Eigenbau-Pfefferoni, damit die Darmflora in Schwung kummt!“
Martin H. - der Sanitäter vulgo der Autopenner
Motto: „Heast, mia is haaß!“
Alois B. - der Taxi Driver vulgo Ich weiß zwar nicht, wo die anderen hintauchen, dafür bin ich schneller fort
Motto: “I glaub, jetzt gehts scho ganz guat!“
Franz R. - Achmed vulgo Mr. Qui Gong
Motto: „Kannst Schachspielen?“
Herbert T. - der Taliban
Motto: „Geh Rudi, holst ma mein Bleigurt!“
Annette W. - Talibans treue Gefährtin
Motto: „Jo mei!“
Eva und Christian T. – Talibans liebe Kinderchen
Motto: „Dive and fun!“
Sonja G. - die Souveräne vulgo die Fürsorgliche
Motto: „Do is die Shoppingmeile nur hundert Meter lang”
Gabi S. - die Zarte
Motto: „Immer ein Lächeln!“
Rudi S. - der Zaudernde
Motto: „Hearst, die Wellen san ganz schön hoch“
Bernd U. - der Vorsorgende
Motto: „I tauch mit’n Blitzer in da Nocht, damit’s mi finden!“
Thomas S. - der Diplomer
Motto: „Hauptsache, es is lustig!“
Reini I. - der Schreiberling vulgo Randy James
Motto: „Singing in the water (rain)!“
Eva I. - des Schreiberlings Gesponsin
Motto: „I moch jetzt no a Fischfoto“
Roman I. - des Schreiberlings Bruder
Motto: „Wann foar ma wieder mit’n Boot?“
Helmut G. - der Ungeduldige
Motto: „Nächstes Jahr mache ich auch die Tauchprüfung!“
Nina G. - die Quirlige
Motto: „Ich plappere auch unter Wasser weiter!“
1.Tag (Montag, 10.7.2006)
A2 - Raststation Zöbern. 2 Uhr 30 früh. 7 Personen (5 Irresbergers, Sonja und Gabi) warten auf Manfred und Martin. 3 Uhr früh. 7 Personen warten noch immer. Derweilen schlummert Martin schon über 3 Stunden süß in seinem Auto gegenüber von Manfreds Haus und träumt von VBF (vielen bunten Fischen).
Zur selben Zeit sitzt Manfred kaum hundert Meter entfernt von Martin auf seiner Terrasse und grübelt über den heurigen Ertrag und den Schärfegrad seiner Pfefferoniplantage. Ein Anruf zuvor auf Martins Handy brachte nur die Gewissheit, dass er dieses bei seiner Freundin liegen gelassen hatte. Dann aber, ein plötzliches Erwachen des Traummännleins, gefolgt von allgemeiner Erleichterung.
Neuer Treffpunkt: Duty Free Shop Grenze. Ab da ging’s vereint im Konvoi flugs ans Meer, wo die Morgensonne und das spiegelnde Meer Tränen der Rührung in die Augen der Stickstoffjunkies trieb.
Mošenicka Draga. 9 Uhr früh. Nach dem Verstauen des Tauchgerödels (Anm. d. Red.: Da kommt immer ein wenig Hektik auf, weiß Gott warum) kam das Einchecken der Zimmer dran. Ein Teil schlief im Stockwerk über dem Restaurant Dante direkt oberhalb der Tauchbasis. Schön klein, schön heiß. Ein Teil in der Pension Vanda. Schöne Zimmer, perfekte Betreuung durch Vanda und Franjo. Kleiner Wermutstropfen: ein Teil der Zimmer liegt direkt an der Durchfahrtsstraße, d.h. relativ laut durch Verkehrslärm. Aber ein super Frühstück auf der schönen, kühlen Terrasse. Ergebenster Dank nochmals an Manfred für die tolle Organisation.
Nach einem Frühstück im Dante, kurzer Gewöhnungsphase und allgemeiner Begrüßung trafen auch Alois und Franz ein (Herbert nebst Familie war schon am Vortag angereist). Jetzt wartete alles nur mehr auf das Eintreffen von Emir, dem guten Geist der Tauchbasis. Nach dessen Ankunft und allgemeinem Flaschenfüllen ging es dann um ca. 13 Uhr 30 zum Tauchen ans Hausriff. Wirklich schön, muss man sagen. Drop Offs, auf über 40 Meter, eine abwechslungsreiche Unterwasserlandschaft, Octopussys und allerlei Getier lassen hier das Taucherherz höher schlagen.
Zufrieden und ermattet nahm man danach das Aprestauchen in Angriff. Einige gingen dann noch ein zweites Mal tauchen. Plötzlich kam unser Sanitäter atemlos die Felsenstufen heraufgehetzt und stieß röchelnd hervor: „Der Taxi Driver ist weg!“ Ein Teil in den Anzug, ein Teil zum Ufer. Eine hektische Suche begann. Derweilen dümpelte der Taxi Driver ganz gemütlich in 3 Meter Tiefe herum, guckte hie und da mal zur Oberfläche wie ein Wal und war zufrieden.
Nach dem Aufbringen des Wals durch Sonja und Gabi gab es allgemeine Erleichterung. Manfred wurde ein sinnbildlicher Hirtenstab verliehen, damit er seine Schäfchen hinkünftig schön bei der Herde halten konnte.
Anschließend wurde gemeinsam ein gutes Abendmenü im Dante eingenommen und mit Small Talk und Taucherlatein der Tag beendet.
2. Tag (Dienstag, 11.7.2006)
Individuelles Tauchen am Hausriff war angesagt. Ansonsten wie gehabt. Highlight des Tages war der Anblick unseres Sanitäters im Gerödel-Spülbecken der da meinte: „Mia is haaß!“.
3. Tag (Mittwoch, 12.7.2006)
Erste Tauchausfahrt mit dem Speedboot. Deshalb flugs das Klumpert auf ein Wägelchen verladen und mit vereinten Kräften zur Mole gebracht. Nach dem Verstauen des Tauchgerödels auf dem Boot (Anm. d. Red.: Und wieder kam ein wenig Hektik auf, Gott weiß auch diesmal nicht, warum) quetschten wir uns zwischen Tauchkisten und diversen anderen Utensilien auf die Sitzbänke (Vorschlag: Vielleicht 5 Minuten länger mit sinnvollem Verstauen verbringen). Und schon gings flugs Richtung Lina. Es erwartete uns eine tolle Sicht und ein schöner Tauchgang. Danach fuhren wir zum zweiten Tauchplatz Richtung Rabac zu den sogenannten Lebenden Steinen. Super Tauchplatz, Drop Off, ein fetter Krake in seiner Höhle, Drachenköpfe und die besagten lebenden Steine, die laut Aussage von Emir sehr selten sind und entfernt an blaue Golfbälle erinnern. Im Hafen wieder angekommen, gab’s wieder die Plackerei mit dem Gerödel, nur diesmal bergauf.
4. Tag (Donnerstag, 13.7.2006)
Ankunft von Bernd, Rudi und Thomas nebst Freundin. Eine weitere Ausfahrt mit dem Boot, diesmal nur ein Tauchplatz, stand auf dem Programm. Ein Drop Off mit herrlichen, blauen Gorgonien in 42 Metern Tiefe erwartete uns unter Wasser. Sehr schön. Nach der Rückkehr am frühen Nachmittag gab es wieder Hausrifftauchen je nach Lust und Laune. Zwei Octopussys, Drachenköpfe, usw. Danach wieder gemütlicher Ausklang mit einem guten Abendessen und sinnvollen Gesprächen über den Sinn des (Taucher)Lebens, Qui Gong. Ein gemütlicher Spaziergang durch unseren Ferienort mit abschließendem Eisschlecken beendete diesen schönen Tag.
5. Tag (Freitag, 14.7.2006)
Eine weitere Ausfahrt zur Lina stand auf dem Programm. So verstaute auch Rudi sein Gerödel an Bord des Speedbootes. Dann stand er an der Mole, sah sinnend auf’s Meer hinaus. Irritiert hielt er inne. War dort eine Welle? Das Boot legte ab, nur ohne Rudi. Der stand noch immer zweifelnd an der Mole, zuckte ergeben mit den Schultern, dachte an seinen Magen und lustwandelte zur Tauchbasis zurück. Ein Trost für ihn: Nachdem wieder einmal unerhebliches Zubehör wie Maske und Flossen vergessen wurde, war zumindest seine Ausrüstung im Wasser.
Derweilen begaben sich der Redakteur und seine Angetraute auf die Suche nach dem legendären Zeus Faber (auch Heringskönig oder Petersfisch). Und siehe da, man fand auch einen! Nach dem Abendessen gab es diesmal kein Eis, sondern Nachttauchen. Der Redakteur war natürlich auch dabei. Dieser gewahrte neben sich ein ständiges, nervendes Blitzen. Worauf er den Träger des Blitzers ersuchte, diesen zur Schonung des kollektiven Nervenkostüms abzuschalten. Unter Talibans Führung gings dann in das dunkle Nass – und kurz darauf wieder retour. Nach Ablieferung unseres Sanitäters an der Einstiegsstelle wegen Unpässlichkeit (Kommentar: “I hätt’ vielleicht do net sovül habern solln!“) wurde der nächste Anlauf genommen – und kurz darauf wieder beendet. Wegen Luftverlustes. Weiß der Deibel, wo die Luft hingekommen ist.
6. Tag (Samstag, 15.7.2006)
Für die meisten HSV-ler war dies der Tag der Abreise. Also noch einen schönen Tauchgang am Vormittag. Alles zum Trocknen aufhängen. Ein bisschen dümpeln. Dann das Auto wieder mit dem Gerödel voll stopfen und ab in die Heimat.
Fazit:
Insgesamt eine feine Sache, wie Markus P. zu sagen pflegt. Der Redakteur nebst Familie plädiert jedenfalls auf Wiederholung des Ganzen im nächsten Jahr. Nochmals vielen Dank an Manfred und seine Helferleins für die Organisation.

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