Reisebericht HSV-Tauchsafari Malediven
14.-27.10.2006

 

Zu den Fotos

 

Der Inhalt dieses Berichtes entspricht wie immer ansatzweise der Wahrheit. Eventuelle Ausschmückungen dienen der Verständlichkeit und dem Gaudium der geschätzten Leser.

 

Teilnehmer:
Roli K. – der Reiseleiter
Motto: „De hom a Bier vom Fass, des is klass’!“
Elfi M. – des Reiseleiters Gesponsin
Motto: „Do schau, scho wieder Delfine!“
Richi S. – der Drucker
Motto: „I glaub, jetzt bin i scho do!“
Günther M. – der Haubentaucher
Motto: „I geh dermoi a mit’n Guide!“
Rosa M. – die knackige Steirerin
Motto: “Du, da Computer zagt 505 an!“
Kerstin K. – die Prickelnde
Motto: “Mir ist trotzdem kalt!”
Michael K. – der Trafikant
Motto: “No jo!”
Robert R. – der Sportliche
Motto: „Mia is ka Motto eingfalln!“ (der Schreiberling)
Sabine W. – die Zahlenjongleuse
Motto: „Mia is immer kalt!“
Franz L. – die Leseratte
Motto: „In der Ruhe liegt die Kraft!"
Bernd U. – der Russe
Motto: „Spassiba, Towaritsch!“
Rudi S. – der Versicherer
Motto: „Derf i mi drauhänga?“
Bernhard L. – der Glaserer
Motto: „I schlof amoi a Runde!“
Heli F. – der Winnetouch
Motto: “Servus, mein Bruder!”
Mani F. – the man from Upper Austria
Motto: “Owe muaß i!”
Thomas S. – der Diplomer
Motto: “No jo, der Checkdive woar a bisserl rasant!“
Reini I. – der Schreiberling
Motto: „I hätt’ jetzt Gusto auf a Eis!“

Die Anreise
Und wieder einmal war es soweit. Ein Trupp Stickstoffjunkies fand sich in guter, alter Tradition am Chek-In Schalter 100, auch Take Off Cafe genannt, am Flughafen Schwechat ein, um einen Traumtauchertörn auf den Malediven anzugehen. Wie immer gab’s Small Talk und dann ein herzliches Verabschieden von Eva, Roman und Nina, die den Schreiberling zum Flughafen brachten. Richi kam mit dem Motorrad und versuchte verzweifelt, ein Schließfach für seine Kluft zu finden. Worauf sich Eva erbot, sein Bikergerödel bis zur Rückkunft aufzubewahren.
Als das geklärt war, ging’s dann gemeinsam zum Einchecken. Was dann kam, möchte ich mit Brotschlichten titulieren. Will heißen, dass das Gepäck auf’s optimale Gewicht gebracht wurde.
Bei der Zwischenlandung in Doha (Quatar) nutzten einige die Zeit zum Einkaufen oder Süchteln. So auch einer, der 2 Flaschen Hochprozentiges mitnahm. Was ihm auch prompt in Male wieder abgenommen wurde. Andere waren da ausgebuffter, denn halbvollen Mineralwasserflaschen glaubt man, dass Wasser drin ist und kein Zwetschkensaft. In ganz Male gibt’s keinen Alk. Also kein Platz für Kampftrinker.
Nun, wie auch immer, kam man endlich auf dem Flughafen Male auf der Insel Hulule an, wo wir auch schon von unserem kaum übersehbaren Diveguide Rudi erwartet wurden (1,96m oder länger). Der verfrachtete uns flugs ins Dohni (die Arrakuri, liebevoll in Harakiri umgetauft) und schon ging es zur Nautilus One, einem feinen Holzschiffchen maledivischer Bauart (kann man im Internet besichtigen). Jetzt flugs das Gepäck verstaut, das Gerödel auf dem Dohni untergebracht, Begrüßungscocktail geschlürft und verschnauft.
Die Gegend über Wasser
Ist schnell beschrieben. Viel Wasser, kleine Inselchen mit Sand am Rand, grünes Zeug in der Mitte, Holzhütten. Aber natürlich auch Luxusressorts, harmonisch in die Inselwelt integriert (teilweise auch mit Stelzenbungalows in der Lagune).
Persönliche Anmerkung des Schreiberlings: Wenn du kein Taucher bist, wird dir dort spätestens nach 3 Tagen megamäßig fad.
So aber war es eine wunderbare Fahrt durch fünf Atolle (Nordmale, Südmale, Ari, Rasdhoo, Felido), die nur ein klein bisschen durch das teilweise schlechte Wetter getrübt wurde. Aber das kann ja bekanntlich einen Taucher nicht erschüttern. Betreut durch eine hervorragende Mannschaft (Barkeeper Braween, der zweite Diveguide Siad, der Käpt’n und seine Helfer waren alle erste Sahne) war auch das zu ertragen.
Die Gegend unter Wasser
Alter Schwede, da geht die Post ab. Der Bewuchs vielleicht nicht so farbenfroh und üppig wie in Ägypten, aber dafür Unmengen an Fischen. Alles, was das Taucherherz begehrt. Netzmuränen, Langusten, Schildkröten, ein Walhai (zwar nur kurz aber immerhin), Haie (von Salzstangerln = kleine Weißspitzen-Riffhaie bis ansehnliche Grauhaie), Barracudas (überhaupt der Chef beim Nachttauchgang war ein recht imposanter Geselle), Fledermausfische, Steinfische, Skorpionfische, Drachenköpfe, Fangschreckenkrebserl, Rüschelmüschelbüschelbarsche, Napoleons, teilweise ziemlich zutraulich und natürlich die Mantas. Und das hautnah. Beeindruckende Viecher, wenn sie so einen halben Meter über einen drüberschweben. Ein paar angriffslustige Muränen gab es auch (eine davon hat des Reiseleiters Gesponsin in den Finger gezwickt, eine andere den Schreiberling ins Kameraobjektiv gebissen). Der Rest war die übliche Masse an VBF.
Vom Taucherischen her gab es alle Sorten wie Strömungstauchen, teilweise ganz schön heftig (so auch der Checkdive unseres Diplomers), macht aber Riesenspaß. Kanaltauchen, Nitroxtauchen, Korallenblocktauchen, Außenrifftauchen und Nachttauchen. Bojensetzübungen waren an der Tagesordnung. Also alles, was das Herz begehrt. Wassertemperatur 29-31°C.
Das Drumherum
Essen gut. Heimatliche Jause wie üblich gut (diesmal blieb eine Menge übrig, wahrscheinlich kaut der Rudi noch immer daran, alle anderen essen ja kein Schweinfleisch). Trinken sehr gut. Gab Bier vom Fass (Spanisches). Die Cocktails waren etwas zu alkohollastig. Natürlich gab es auch buntes Bordleben wie Kartenspielen, Witze erzählen, blöd reden, Leute ausrichten, fachsimpeln (z.B. welche Aufrollmethode bei Bojen am Besten ist), Videoschauen (über Laptop und Festplatte von Rudi), Lesen oder einfach nur Faulenzen. Und natürlich zwischendurch ein Planscherl im Indischen Ozean.
Die Events
Sandbankbesuch – Bocciapartie mit Einlage unseres Druckers – Wer hat die Kokosnuss geklaut?
Eingeboreneninselbesuch – Wellblech, ein paar Mauern, recht ärmliche Verhältnisse.
Ankunft des Diplomers – Der vereinigte HSV-Chor unter Leitung des Schreiberlings schmetterte dem Diplomer ein Ständchen zur Begrüßung entgegen – wird er sicher nie vergessen!
Hier der Text zum Nachsingen in voller Länge:
„Vielen Dank, für die Brote, vielen Dank, wie lieb von dir.
Du hast uns mit den Broten viel Freude gebracht, drum herzlich willkommen bei uns auf der Yacht.
Vielen Dank, für die Brote, vielen Dank, wie lieb von di-----ir.“
Barbecue – Einsame Insel, sternenklare Nacht, Buffet auf Sand, Tisch in Form eines Walhaies aus Sand, Fackeln, Romantik pur.
Maledivischer Abend – Maledivisches Buffet, maledivische Folklore (von der Mannschaft intoniert und mit Trommeln lautstark untermalt) – der Schreiberling bekam das alles, im wahrsten Sinne des Wortes, nur einem Ohr mit. Aber die Native Dancers unter der Leitung vom Drucker waren sehenswert, ein Feuerwerk an choreographischem Einfallsreichtum. Back to the Roots. Very back.
Besuch der Hauptstadt Male – Ja, was soll man sagen. Buntes Treiben, viele Mopeds und sogar Autos (ist ja auch der einzige Platz im Archipel, wo man ein Stück weiter fahren kann) 2 schöne Uhrengeschäfte, 1 Moschee neueren Ursprungs, ein schöner Park. Der Ausflug war für Roli eine Strafexpedition – kein Bier in ganz Male. Aber dafür gab es ein Eis. Und gar nicht mal so Schlechtes. Was, oh Wunder, den Schreiberling entzückte (immerhin raunzte der schon zehn Tage um ein Eis).
Bordwitz des Tages
In der Klasse gibt die Lehrerin dem kleinen Öztürk folgende Aufgabe:
Überleg Dir einen schönen deutschen Satz!“ Zehn Minuten später: „Weiß schon, Frau Lehrer!“
„Mein Vater hat eine Döner Kebabbude!“ „Sehr schön und jetzt überlegst du dir noch einen Fragesatz!“
Zehn Minuten später: „Weiß schon, Frau Lehrer!“ „Mein Vater hat eine Döner Kebabbude, du weißt?“
Die Krankheiten und Blessuren
Drucker – Mittelohrentzündung (musste leider nach einigen Tauchgängen w.o. geben, dröhnte sich mit Schmerzmitteln zu und war fortan für die Bewachung des Schiffes abgestellt).
Schreiberling – Vorletzter Tag, 30.Tauchgang, Loch im linken Trommelfell, was eine lustige Bootspartie nach Kuramati zum Arzt nach sich zog. Erlebte dadurch den maledivischen Abend im Bett, wo er durch die Trommeln wieder zum Leben erweckt wurde.
Winnetouch – Zahnschmerzen (auch nicht lustig). Aber ein Indianer kennt bekanntlich keinen Schmerz.
Reiseleiterin – 2 kleine Einstiche von Muränenzahnderln in einem Finger (war aber nicht weiter schlimm).
Diverse Verspannungen wurden dankenswerterweise von unserer Zahlenjongleuse mit Shiatzu-Massagen gelöst.
Die Rückreise
Wie Hinreise. Ein paar von uns hatten Glück und ergatterten von Male nach Doha die zehnte Reihe fußfrei. Echt entspannend. Was vor allem den Schreiberling und das Kniegelenk des Glaserers erfreute.
Fazit
Jederzeit wieder, aber wieder nur mit Safariboot. Das kann wirklich etwas und ist für Stickstoffjunkies die ideale Reiseform. Und mit dem HSV macht Reisen ja auch wirklich Spaß.

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