2. Teil - Komodo

 

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4.4. 2008

Ab nach Komodo oder der Tag der Überraschungen

 

Überraschung 1: Wie in diesen Gefilden üblich, klappte der Transfer vom Sampang Inn zum 5 Minuten entfernten Flughafen nicht ganz nach Plan. Also rein in die Hotelautos und selber zum Flughafen.

Dort gab’s beim Einchecken dank unseres bisschen Übergepäcks von 53 kg (für alle 8) eine allgemeine Abwaage. Die Aufzahlung fiel aber glimpflich aus. Der Flug zur Insel Flores (Hauptstadt Laboan Bajo) mit einer Fokker 50 verlief angenehm und kurzweilig (1,5 Std.). Überraschung 2: Roli’s Kamerakoffer war nicht mit gekommen. Nach langem Hin- und Hertelefonieren unseres Reiseagenten Hans vor Ort (ein überaus beflissener Eingeborener mit guten Deutschkenntnissen) wurde er in Bali sichergestellt und sollte am nächsten Tag nachkommen. Also runter in den Hafen und rauf aufs Boot. Im Hafen angekommen, empfing die Truppe erstmal penetranter Fischgestank. Da kam auch schon das Beiboot, die Überraschung 3: Ein Eigenbau-Katamaran mit komfortablen Sitzbänken links und rechts und Flaschenkonsole für 8 Flaschen in der Mitte. Eine komfortable Leiter zum Raufkraxeln. Geniales Teil. Also rauf mit Gepäck und Stickstoffjunkies und ab durch den Hafen.

Und da kam auch schon die Überraschung 4 in Sicht: Die Anjamiwa 2, der Stolz der Komodosee. Nein, Spaß beiseite, ein stolzes Schiff mit dem Charme eines Seelenverkäufers. Alles sehr einfach gestrickt. Relativ geräumige Kabinen. Ein mordslauter Generatormotor. Was sich auch prompt ob der Lautstärke als Problem für einige Gäste an Bord herausstellte. Überraschung 5: Diveguide Mike, ein gebürtiger Bayer, der seinen Heimathafen in Singapur hat, jedoch schon ewig lange über die Weltmeere schippert. Seine chinesische Frau und der Sohnemann leben in Singapur nahe der malayischen Grenze. Rein, runter, rüber, rauf, ein Taucher nach altem Schrot und Korn. Auf die Frage von Heli nach einem Briefing kam die Antwort in lupenreinen Bayrisch: „Wos is a Briefing? Spring eini und waunst wieda auftauchst holt di des Boot oh!“ Durch die Verzögerung mit dem Gepäck ging’s quasi nur ums Eck zum ersten Komodo-Tauchgang.

13. TG Kechil Sabayor – Dämmerungstauchgang

Alle rauf auf den Katamaran. Mike sprang ins Wasser und fort war er. Wir anderen sprangen auch rein und suchten aufgrund unseres verschwundenen Diveguides selbst nach dem Riff. Was auch nach 10 Minuten im Dämmerungslicht auftauchte. Der Tauchplatz ließ schon erahnen, was man in den nächsten Tagen erwarten konnte. Toller Bewuchs. Unmengen an Fischen. Die Oberösi’s hatten unter Wasser ein kleines Verständigungsproblem. Worauf einer der Beiden übelnahm und durchblicken ließ, dass er das Boot bei nächstbester Gelegenheit verlassen möchte.

5.4.2008

14. TG Sabayor West - EMD

Fischschwärme, Languste, Blaupunktrochen, Muräne, usw. Super Tauchplatz

Das Frühstück bestand aus Eierspeise mit Gemüse, Nutellatoast und Multifruchtpüree. Dann ging’s zurück in den Hafen nach Flores. Dann endlich kam Hans mit dem Moped vom Flughafen und mit ihm Roli’s Videoausrüstung. Ja. Das ist Indonesien. Und was war mit der Absicht, das Boot zu verlassen? Leider kein Platz im Flieger frei gewesen. Also arrangierte man sich. Vorweg genommen: Die Tauchgründe im Komodo-Nationalpark sind genial. Was man von Boot, Crew und Diveguide eher nicht behaupten kann. Irgendwie chaotisch und unorganisiert. Jeden Abend rüttelte der Generatormotor in den Schlaf. Man soll es nicht glauben, aber obwohl die Kabine des Schreiberlings direkt neben dem Maschinenraum lag, und er durch die Fußsohlen die Vibrationen direkt aufnahm, konnte er gut schlafen. Was den Schreiberling wirklich störte, war, dass man es sich auf dem Boot nicht richtig bequem machen konnte (acht Klappsessel und vier Sitzauflagen rund um einen großen Esstisch, auf dem des Nächtens Diveguide Mike wie eine Mumie aufgebahrt lag). Aber OK, dieses Boot ist zweifelsohne das billigste Angebot im Komodo-Nationalpark.

Das Essen an Bord wäre für Fischfreaks und Leute, die Ingwer gern haben, sicher in Ordnung gewesen. Der Schreiberling gehört leider nicht dazu. Der Heli auch nicht wirklich. Dieser betrachtete zuerst das Essen, dann seinen Bauch und meinte trocken: „Sag zum Abschied leise Servus!“

Aber die Suppen und das Frühstück waren in Ordnung. Aber man darf sich in dieser Weltgegend kein Galadiner erwarten. Was soll’s, man war ja zum Tauchen dort.

15. TG – Besar Tatava

1 Hai, 5 Schildkröten, Büffelkopf-Papageienfische

16. TG – Gili Lawa – NTG

Sepia, Schildkröte, Kalmare, Krabben, Garnelen, Einsiedlerkrebse, Landschaft eher öde

6.4.2008

17. TG – Gili Lawa West – EMD

Muräne, schöner Stock mit Glasfischen

18. TG – Lighthouse

1 Hai, Unmengen an Fischen, 2, Napis, Roli hat Manta gefilmt

19. TG – Crystal Rock

Starke Strömung, Napis, Schildkröte, Drachenkopf

20. TG – Lighthouse

Waschmaschine, starke wechselnde Strömungen, TG frühzeitig abgebrochen, Heli hatte Erlebnisse der unheimlichen Art.

7.4.2008 (diesen Tag setzte der Schreiberling aus - musste in alter Gewohnheit einige Rätsel auflösen)

21. TG – Gili Lawa Nord – EMD

Manta von Weitem, Adlerrochen

22. TG – Makassar

3 Mantas

23. TG – Three Sisters

3 Weißspitzenhaie, Blaupunktrochen, viele Rotfeuerfische

24. TG – Cannibal Rock - NTG

Schlangenaal, Muräne, Krebse, Bärenkrebs, tolle Farbenpracht

8.4.2008

25. TG – Cannibal Rock – EMD

Oktopusse, Riesenmakrele

26. TG – Torpedo Rock

Sattelkrugfisch, Nemos, Turtle, Schnapperschwärme

27. TG – Cannibal Rock

Seekobra, schön bunt

28. TG – Yellow Wall

Ammenhai, Turtle, Rochen

29. TG – Cannibal Rock – NTG

Muräne, Blaupunkt, VBF, Krebs, Turtle

9.4.2008

30. TG – Pulau Gambu

2 Sepia, Fangschreckenkrebs, Harlekin Süßlippe

Komodo Nationalpark

Zum Abschluss des HSV-Komodotripps wurden natürlich noch die Komodo-Warane besucht. Auf einer Insel des Komodo Archipels wurde eine Rangerstation besucht, wo einige dieser Drachen aus nächster Nähe zu besichtigen waren. Mit einem witzigen Ranger in Gummistiefeln als Führer gab’s dann eine zweistündige Rundwanderung mit Besichtigung eines Warangeleges und Besuch bei ein paar Wasserbüffeln. Bei dem schwülen Wetter eine schweißtreibende Angelegenheit. Auf dem Boot zurück, ging es dann Richtung Flores, wo am Nachtankerplatz in Nähe einer Mangroveninsel ein fantastisches Schauspiel auf die Stickstoffjunkies wartete. Hunderte fliegende Hunde (dicke, fette Fledermäuse) starteten zum nächtlichen Beutezug auf der Suche nach ahnungslosen Opfern, um ihren unersättlichen Blutdurst zu stillen. Währendessen lag ihr Herr und Gebieter, Graf Dracula, im Kellergewölbe seines Schlosses in seinem Sarg, gierig darauf wartend, dass das letzte Licht des Tages erlischt und er sich aus dem Dunkel seines Grabes erheben kann, um unschuldige Jungfrauen mit seinem Biss zu Geschöpfen der Nacht zu machen..... Ups, jetzt geht die Fantasie mit dem Schreiberling durch.

Übrigens, durch das fehlende Streulicht ist der Sternenhimmel in diesen Breiten in einer klaren Nacht unglaublich schön. Vor allem sieht man das Sternbild Kreuz des Südens, weil man sich ja auf der Südhälfte ca. 5°unterhalb des Äquators befindet.

10.4.2008

So wie man hinkam, ging es auch wieder per Flieger zurück nach Denpasar/Bali. Dort trennten sich auch die Wege. Die Oberösi’s und die Schreiberlings verstauten das Gerödel am Flughafen, nahmen ein Taxi und ab ging’s nach Kuta zum Schnabulieren.

Der Rest der Truppe brach nach herzlicher Verabschiedung zum dritten Teil der Reise nach Tulamben auf – siehe Reisebericht von Roli und Elfi.

In Kuta angekommen, suchte man schnurstracks das dortige bayerische Restaurant auf, wo bei Wiener Schnitzel, Bettljause, Brezn und Bier ein wahres Schlemmermahl zelebriert wurde. Dann wieder zurück zum Flughafen und der lange Flug wieder über Kuala Lumpur nach Doha. Dort musste flugbedingt eine Nacht im Mercure Hotel verbracht werden. Nettes Hotel, gutes Pappi. Die Stadt Doha selbst kann eher nichts. Dort entsteht gerade ein ähnlicher Wolkenkratzerwald wie in Dubai. Tags darauf fand diese ereignisreiche Reise mit dem Flug nach Wien ihren Abschluss.

 

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