Reisebericht Bali (Permuteran) 2008

 

Zu den Fotos

 

Und wieder war es soweit. Eine HSV- Tauchreise ersten Ranges stand auf dem Programm. Bali und Komodo im Doppelpack.

Mit von der Partie waren:

Roli K. - der legendäre Reiseleiter

Elfi M. - des Reiseleiters Gesponsin (Tisch, Bett, Tauchen)

Bernie L. – der Glaserer

Kerstin K. – des Glaserers prickelnde Gefährtin

Manni F. – der sattsam bekannte Oberösi und Vorkoster

Heli F. – der legendäre Bimfahrer, auch Winnetouch genannt

Eva I – des Schreiberlings Eheweib und

Reini I. – der Schreiberling himself

Der Schreiberling möchte vorab warnen. Dieser Bericht ist nichts für schwache Nerven. Eventuell schockierende und drastisch geschilderte Szenen entsprechen (fast) der Wahrheit und können bei sensiblen Gemütern starke Muskelkontraktionen im Zwerchfellbereich hervorrufen. Falls diese auftreten sollten, heißt es tief durchatmen, die Tränen trocknen und mutig weiterlesen!

Sinnvollerweise wird der Ablauf in chronologischer Reihenfolge dargestellt.

1. Teil – Bali – Pondok Sari Resort

26.3.2008-27.03.2008

Man traf sich auch diesmal wie gewohnt beim Schalter 100 in Schwechat. Sechs der acht Teilnehmer wurden bequem und komfortabel vom Lieblingswirten Didi höchstpersönlich zum Flughafen verfrachtet. Die Oberösi-Abteilung trudelte pünktlich vom Mazur Parkplatz per Shuttle Bus im Take Off Cafe ein. Nach herzlicher Begrüßung gab es das übliche Airportmenü: Einchecken, Duty Free, noch ein letztes österreichisches Bier und ab in den Flieger nach Doha. Und dort ging die Post ab. Irgendwie nahm das Unheil seinen Lauf, als E. ein Stifterl chilenischen Rotweins orderte und nach dem ersten Schluck befand, dass dieser Wein hervorragend zur Vertreibung der Langeweile an Bord geeignet war. Dieser Meinung war auch R., nur das Ganze in weiß. B. und M. schlossen sich an. Nur verpassten die Beiden den Anschluss und so kam es, dass R. und E. die Treppe aus dem Flieger mit äußerster Vorsicht und leichter Unterstützung in Angriff nahmen. Als die Beiden mehr oder weniger sicher im Flughafenbus standen, ging ein Aufatmen durch die Runde. Im Flughafen verteilte man sich locker, holte sich ein Getränk und ging eine rauchen. Unbestätigten Berichten zufolge saßen derweilen R. und E. am Boden in der Abflughalle und suchten ihre Pässe.

Wie auch immer, es ging kurz darauf weiter mit dem großen Sprung nach Depasar via Kuala Lumpur. R. und E. schliefen seltsamerweise den ganzen Flug über. Kommentar von E. am nächsten Tag: „Wir bedauern. Der Sendeausfall lag nicht in unserem Bereich!“

Endlich nach 12 Stunden erreichte die Truppe Bali. Jetzt noch schnell etwas einheimisches Geld (indon. Rupiah) gewechselt, rein in die Kleinbusse und ab ins Ressort. Wenn da nicht die Transferzeit von über drei Stunden und ein paar Bergwertungen dazwischen gewesen wären. Wer seine Knochen noch nicht alle kennt, dem sei diese Fahrt empfohlen. Man spürt danach jeden Einzelnen.

Endlich angekommen, entschädigte uns der Anblick des Pondok Sari Resorts für alle Mühen. Auch wenn es schon 21 Uhr Ortszeit war. Die Anlage entpuppte sich zu einem Kleinod. Klein, fein, wunderschöne Wohnhäuschen eingebettet in einem tropischen Garten. Ein kleines Paradies. Zum Glück gab es noch was zu Essen für die Truppe. Und ausgesprochen lecker noch dazu. Was ja bekannterweise für den Schreiberling nicht unerheblich ist. Das Hotelrestaurant entpuppte sich in weiterer Folge als erste Wahl fürs Spachteln. Der Schreiberling könnte sich jetzt seitenweise übers Essen auslassen. In dieser Beziehung hat er ja ein Gedächtnis wie ein Elefant. Aber um den geneigten Leser nicht über zu strapazieren, sei an dieser Stelle gesagt, das alles lecker war. Punkt und Basta.

28.3.2008

Tags darauf ging es wie gewohnt in die im Pondok Sari ansässige Werner Lau Tauchbasis. Ach ja, am Vorabend lernten wir auch gleich Diveguide Hugo kennen. Vorab gesagt, der beste Diveguide, den wir je hatten. Gebürtiger Holländer, geil aufs Tauchen und seine Statur verriet, dass er auch nicht zu faul zum Essen ist. Er gab uns gleich ein wenig Input über den Ablauf auf der Tauchbasis.

Nach dem üblichen Geplänkel und der Unterweisung durch den Basisleiter Düde ging’s ab zum ersten TG.

1. TG - Hausriff-Riffprojekt

Verschiedene Gitter und Käfige, die unter Strom gesetzt sind, um das Wachstum der dort angesetzten Korallen um ein Vielfaches zu beschleunigen (was auch zu funktionieren scheint). Schön bewachsen und auch hervorragend für Nachttauchgänge geeignet.

2. TG - Close Encounter

Schönes Riff, Tauchtiefe ca. 25m. Des Schreiberlings erster TG mit voller Videokamera-Ausrüstung. War gar nicht witzig. Irgendwie war die Schwimmlage mit dem Kameraklumpen nicht optimal. Um nicht zu sagen beschissen. Weshalb auch die Flasche in 45 min. leer gesoffen war. Doch ein Schreiberling gibt nicht auf.

29.3.2008

3. TG - Secret Bay Linke Seite

Muck-Diving vom Feinsten. Frei übersetzt heißt das „Schlammpfützentauchen“. Sicht wie im Neufeldersee. Und trotzdem waren alle begeistert. Warum bloß? Viecher über Viecher der seltenen Art. Beim Einstieg durch den Treibmüll begrüßte uns gleich eine Schule Messerschnepfenfische. Die weiteren Genossen: Frogfische, Schaukelfische, Seepferdchen, Seeschlangen, rudelweise ausgewachsene Korallenwelse usw. Genial!

4. TG – Secret Bay Rechte Seite

Maximale Tiefe 7 m. Ein Highlight war das Geschmuse von Eva mit einer Seeschlange. Gestört durch das Schupfstaberl des Diveguides meinte die Schlange, es sei an der Zeit, Luft zu holen. Nur war auf dem Weg zur Oberfläche die liebe Eva im Weg. Also schlängelte sich die Schlange an Eva’s Brust entlang nach oben. Nur ging’s da nicht weiter. Also machte das Evchen ein Klappmesser und spreizte die Beine. Worauf die Schlange diese Einladung annahm, zwischen den Beinen durch an die Oberfläche schwamm, Luft holte und seelenruhig wieder zum Grund zurückkehrte. Der Schreiberling musste seinen Regler festhalten, sonst hätte er ihn vor lauter Lachen ausgespuckt. Sehr putzig, aber auch saugiftig!

5. TG - Nachttauchen am Hausriff

Dicke, bunte Schnecken aller Couleur, Muränchen, Tanzgarnelen, usw.

30.3.2008

Sightseeingtour

Auf dem Programm standen heiße, heilige Quellen (na ja), ein Wasserfall (sehr schön), ein Tempel am See (wunderschön), Reisfelder (was für Botaniker und Ökologen) und zum Abschluss ein Tempel voller Affen (witzig) in Ressortnähe. Das ganze Programm wurde mit einem gemieteten Kleinbus samt Fahrer in einer fünfstündigen Fahrt samt Rüttelkur abgespult. Die Straßen auf Bali sind ein Hammer. Schön rumpelig und immer auf und ab. Nix für Kreuzkranke.

31.3.2008

6. TG Menjangan Bat Cave

Intaktes, herrliches Riff – Helis 200er (Handling mit Videokamera klappt immer besser)

7. TG Menjangan Cave 2

Schöne Höhle, d.ü.V. und jede Menge bunter Schnecken (sehr zur Freude der Fotografin)

Abendessen auswärts:

Um auch etwas Lokalkolorit aufzusaugen, begaben sich die Stickstoffjünger und –jüngerinnnen in ein Warung (einfaches, kleines Wirtshaus an der Straße). Dort waren zwar die Preise fürs Essen um einiges billiger als im Ressort, jedoch sah man die Speisen nur undeutlich, weil die einzige Kerze am Tisch nach kurzer Zeit nieder brannte und die Speisenden mit der Gabel die Nahrung ertasten mussten. Aber gut, damit war auch dieses Thema abgehakt.

1.4.2008

8. TG Gunung

Schildkröte, Schaukelfisch, Oktopus, Schnecken, des Schreiberlings 300er

9. TG Napoleon Reef

Kerstins 300er und jede Menge putziger Nemos

10. TG Nachttauchen am Hausriff

Affengeiler Nachttauchgang dank Hugo inklusive einem lichtscheuen Seehasen

2.4.2008

11. TG Menjangan Anchor Wreck

Großer Anker, altes Holzwrack in 37 m Tiefe. Pygmäen-Seepferdchen (ca. 5 mm groß), dank Hugo.

12. TG Menjangan Mangrove

Auch sehr schön.

Abendaktivität: Das auf Bali allseits beliebte Spanferkelessen

Um auch einmal typisch balinesisch zu essen, organisierte Hugo ein Spanferkelessen in einem Warung. (ein Anderes als beim letzten Mal). Das Spanferkelchen sah auch auf den ersten Blick recht lecker aus, braun und knusprig wie es dalag. Innen jedoch bestand es zu 95% aus purem Fett. Wie das Schweinchen jemals laufen konnte, bleibt ein Rätsel. War also nicht so prickelnd. Aber es gab ja noch jede Menge leckere Gerichte. Pommes zum Beispiel.

3.4.2008

Schweren Herzens trennte sich die Gruppe der Stickstoffritter samt Burgfräuleins vom Pondok Sari Resort, der Werner Lau Basis und Hugo. Nach 4 Stunden Fahrt und einer Pause (wieder beim Tempel am See – siehe Sightseeingtour – dort gab’s auch leckere Soto Ayam – balinesiche Hühnersuppe) kamen wir im Ballermann 6 von Bali – der ganz und gar nicht beschaulichen Touristenmühle - Kuta an. Alter Schwede, so viele Leute auf einem Haufen war die Truppe nicht mehr gewohnt. Unser Quartier für die Nacht war ein Hinterhofhotel names Sampang Inn. Schöne Pflanzen, aber ansonsten einfach gestrickt. Nach dem Verstauen des Gepäcks gab’s ein wenig Sightseeing. Man war sich einig, dass dies der letzte Platz für einen Urlaub ist. Das Abendessen war aber ein Gedicht. Vorkoster Manni zog wieder einmal die Arschkarte (Ausspruch B.). Seine Garnelen naturell schmeckten ihm nicht so sehr. Roli wiederum war von seinen Garnelen im Backteig schwer begeistert. Und auch Pfeffersteak, Filetsteak, Roastbeef, Calamari, Garnelensalat, usw. mundeten vorzüglich. Und als Nachschlag ein Bananensplit. Das Leben kann so schön sein.

Dann ging’s zum Verdauen ab in eine Karaokebar, die zufällig im Pub gegenüber vom Hotel integriert war. Und dann kam mitten im schönsten Singen die Sintflut. Ein Wolkenbruch setzte die Straße binnen kürzester Zeit 40 cm unter Wasser. Da hieß es die Schuhe ausziehen und rüberwaten ins Hotel. Dank der schönen, glatten Fliesen im Hotel setzte es den Schreiberling vor der Zimmertür ganz gewaltig auf den Scheißer. Ist Gott sei Dank nichts passiert.

 

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