Reisebericht Bootsafari Kornaten 2008
6. - 13. September 2008

 

Zu den Fotos

 

Ja, Freunde des gepflegten Tauchabenteuers, es war wieder einmal soweit. Eine Kompanie der HSV Stickstoffindianer ging auf Fährtensuche und wurde prompt fündig. Nachdem der Geruch aufgenommen war, führte die Fährte nach Kroatien (empfindliche Nasen vermeinten einen leisen Hauch von Slibowitz und Drawaritza zu erschnüffeln).

 

Unter Führung von Häuptling Schlauer Manni führte den Spähtrupp die Spur genau nach Sukosan, dem Ausgangshafen unserer Bootsafari in die Kornaten.

Für Geografiedummies: Liegt ein paar Kilometer unter Zadar.

Mit von der Partie waren auch 4 Squaws (für Fremdsprachendummies: weibliche Indianer):

Hilde Kleine Taube (vom Stamm der steirischen Schwarzfüße)

Brigitte Kleines Bärli (vom Stamm der Handauflegerinnen)

Nicole Schwarze Mähne (vom Stamm der Schilfpiraten)

Martina Mauzi Kurzhaar (vom Stamm der Fußkranken)

Die stolzen Krieger:

Hubert (vom Stamm der Weißnixdrüber)

Markus (vom Stamm der Weißauchnixdrüber)

Walter (vom Stamm der geländegängigen Burgenländer)

Christian (vom Stamm der Rauchzeichenmacher)

Norbert (vom Stamm der Diplomer) auch Schwimmender Dekotank oder auch Der sich den Wolf tanzt genannt

Adi Mitsch (vom Stamm der Groß Zwerndorfer) Scho schee do! und Kennst an Sta, kennst olle!

Didi (vom Stamm der Mundschenke) Voigas

Andi (vom Stamm der Handaufleger) Großes Bärli und Pump, pump, pump, pump Bärli pump!

Martin (vom Stamm der Wunderheiler) Zum Glück gibt’s do kane Feiakorallen!

Thomas S. (vom Stamm der Diplomer) Party!!! und Hobts no a Bier?

Berhard (vom Stamm der Diplomer, Splittergruppe Ölfeldindianer) Wo sama? und I hob mi in Berg owe dastessn!

Reini der Schreiberling (vom Koch auch der Pavarotti der U-Musik genannt) Alter Schwede!

Die Anreise verlief an sich unproblematisch. Bis auf ein paar kleine Ausnahmen. Adi fiel gelb und grün im Gesicht aus Bernhard’s Auto und küsste den kroatischen Boden. Wahrscheinlich die Folge eines ungewöhnlich beherzten Fahrstils. Was auch der Häuptling nach der geglückten Heimreise feststellte. Der mutierte nach der Fahrt zum Bleichgesicht. Wie auch immer, nach einem ersten gemütlichen Bierchen im Marinaclub wurde das Schiff geentert bzw. eingecheckt. Unser Kahn, die „MS Vranjak“, war wie aus dem Ei gepellt sauber und toll in Schuss. Durch die Platzverhältnisse war das Sonnendeck auch zugleich das Tauchdeck. Was nicht wirklich ein Problem darstellte. Ein Vorteil war, dass auf dem Oberdeck viel Platz zum Anziehen vorhanden war. Die Crew und Reisebegleiter Jani waren schwer in Ordnung. Seine Briefings waren eine Augen- und Ohrenweide. Schöne Zeichnungen am Whiteboard, super erklärt und immer mit einem Schuss Humor gewürzt. Ein echter Künstler jedoch war der Koch. Um nicht zu sagen begnadet. Die Nahrung von ihm war die ganze Woche so was von lecker. Rindsrouladen, Tintenfischrisotto, frittierte Sprotten, gebackene Hühnerschnitzerl mit Pommes und Salat, Zwiebelrostbraten, Brasse vom Grill um nur einige Speisen zu nennen. Alter Schwede, das macht Sinn. Die Stimmung war schon von Anfang an gelöst und heiter. Und riss die ganze Woche nicht ab. Am dritten Tag taufte einer die Safari wortwitzig in „Party Kornati“ um. Wozu wahrscheinlich auch die 3 Musikabende des Schreiberlings ein wenig dazu beigetragen haben. Das Wetter war so was von kitschig und Postkartenidylle, nicht zum Aushalten. Blauer Himmel, tiefblaues Meer, roter Wein, schäumendes Bier, …… Nun zu den Tauchgängen. Steilwände der Extraklasse, ein geiles Wrack in 45 Metern Tiefe, die Francesca da Rimini, ein kleines physikalisches Experiment in 60 Metern Tiefe (das Ergebnis sorgt wahrscheinlich noch lange für Heiterkeit auf der Tribüne – zu besichtigen in Didi’s Global), Langusten, Muränen, Drachenköpfe, ein fetter Seehase (für Biologiedummies: keine füllige Taucherin, sondern eine Meeresschneckenart der Gattung Aplysia, Ordnung Hinterkiemenschnecken), rote Gorgonien, gelb leuchtende Steinkorallen, Sepia, Oktopusse, Überhänge mit phantastischen Spiegelungen, Schwärme von Fischen (hauptsächlich Zweibandbrassen). Was will man mehr. Zwischendurch machte man Station in Biograd, Tribunj, Vodice und in den Kornaten selbst. Was Gemütlicheres gibt’s wohl nicht. Ein bisschen auf den bezaubernden Promenaden flanieren. Souvenir gucken, Eis schlecken, Proviant bunkern, den Sonnenuntergang genießen, ein Bierchen in einer Konoba. Zwischendurch ein Besuch beim Friseur (der Häuptling und der Schreiberling). In den Kornaten erklomm man dann im Kollektiv einen Hügel, um die wirklich schöne Aussicht zu genießen. Bis auf Adi, der meinte: „Kennst an Berg, kennst olle!“ Sprach’s und bog sofort in die Konoba ab, um bei einem Bierchen einen Tisch zu besetzen. Derweilen unser Starkoch ein paar Schritte weiter auf einem Holzkohlengrill für jeden einen Fisch knusprig grillte und dann auf dem Boot stilgerecht servierte. Wie oben schon erwähnt, gab’s dann die eine oder andere Party mit Musikbegleitung. Die Abschlussparty im Ausgangshafen Sukosan hatte dann schon etwas Legendäres an sich. Nach einer sehr freizügigen Version von Smoke on the water, welche in Pump, Bärli, pump! ausuferte, lief unser Eintänzer Hauni vom Stamm der Diplomer zur Höchstform auf und trieb alle im Sirtaki-Gleichschritt um’s imaginäre Lagerfeuer. Die schöne Ballade Weust mei Freind bist in der Version von Austria 3 beendete den Abschlussabend, wobei die eine oder andere Rührungsträne floss. Zumindest beim Schreiberling.

Als Fazit wäre zu sagen, dass alle Stammesmitglieder und die Squaws (sind auch Mitglieder, nur halt ohne …) von dieser Reise, die schon jetzt als legendär eingestuft werden kann, restlos begeistert waren und sofort nach einer Wiederholung lechzten. Was der Schreiberling nur voll und ganz bestätigen kann. Mal schauen, was das nächste Jahr bringt. Um mit den Worten eines gewissen Mitsch zu schließen:

„Woar scho schee do!“

 

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