Philippinen 2015 mit Elfi, Roland, Bernhard und Andrea

Zu den Fotos


Tauchurlaub auf Camiguin im Action Gecko Resort
Reisebericht von Andrea


Allem vorweg:
Anreise: Lang, aber es zahlt sich aus!  Dafür ist die Insel von Touristen noch weitgehend unentdeckt und ursprünglich.
Quartier: gemütlich, sehr familiär, Wünsche werden individuell erfüllt, es gibt zwei Bungalows und fünf Cottages sowie immer wieder Backpackers, paradiesisch –  für alle, die keinen Luxus zum „Glücklichsein“ brauchen
Tauchmöglichkeiten: Auslegerboot für Tauchgänge in der Umgebung, Transfer per Jeepney, wenn Tauchplatz weiter weg ist; Muck Diving, Sunset Diving, Slope Diving, Wall Diving, Coral Garden,...
Was gibt es unter Wasser zu sehen?: Mandarinenfische, Seekobras, zauberhafte Hart- und Weichkorallen, Anglerfische, Seegrasgeisterpfeiffenfische, Fetzengeisterpfeiffenfische, Harlekins, Nacktschnecken in allen Farben, Blauring-Oktopusse, Mimik-Oktopusse, Seenadeln, Orang Utan Krabben, Schildkröten, Krebse, Igelfische, Drachenkopf, Muränen,....
Guides: Die Guides sind sehr bemüht, gehen auf Wünsche ein und haben sichtlich Spaß daran, alles was die Unterwasserwelt zu bieten hat, herzuzeigen. Auch die Leihausrüstungen können sich sehen lassen.
Was bietet die Insel?: Vulkan Hibok-Hibok, warme Quellen, Wasserfälle, üppige Vegetation, schwarzen Lavasand, Zipline über eine Lagune, Kirchen, Kreuzweg, Marktleben, …mit dem Moped sind es rund um die Insel ca.60 Kilometer.
Kulinarisch: Ausprobieren! Schmeckt alles köstlich!
Klima: 28°-35° mit hoher Luftfeuchtigkeit
Unbedingt ausprobieren: Die Massagen sind genial!

Das war die  Kurzzusammenfassung für all jene, die gerne  Headlines überfliegen ?!
Für alle, die es genauer wissen wollen, habe ich meine  persönlichen Tageseindrücke angehängt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Samstag, 28. März
14:30: Wir holen Elfi und Roli ab, dann geht's Richtung Flughafen. Einchecken, das obligatorische Bierchen im Pub und los geht's!
18:10: Flug: Wien - Zürich, kurze Pause bis zum Anschlussflug
21:10: Flug: Zürich - Seoul Incheon (Zeitverschiebung: 7 Stunden vor)

Sonntag, 29. März
16:00: Ankunft in Seoul, 4,5 Stunden Wartezeit auf  unseren nächsten Anschlussflug (Zeitverschiebung: 1 Stunde retour)
20:35: Flug: Seoul - Cebu
23:55: Ankunft in Cebu, nachdem wir unser Gepäck haben, werden wir mit einem Taxi ins Bellavista Hotel in der Nähe des Airports gebracht.

Montag, 30. März
1:30: Wir fallen nach einer schnellen, aber inzwischen redlich verdienten Dusche ins Bett. Wir sind seit nunmehr 28 Stunden unterwegs! Munter - natürlich noch um einiges länger. Abgesehen vom Schlaf im Flieger.
3:30: Aufstehen!
4:15: Das Taxi holt uns wieder ab und bringt uns zum Flughafen.
Nach dem Einchecken, bei dem wir für Übergepäck einiges an Kohle losgeworden sind, gönnen wir uns noch einen schnellen Kaffee, bevor es weitergeht.
6:10: Flug: Cebu - Camiguin
7:00: Ankunft auf unserer Zielinsel Camiguin, Mambajao Airport. Bei der Landung regnet es noch, bis wir mit den beiden Jeepneys, die uns ins Action Gecko Resort bringen, ankommen –  schüttet es wie aus Kübeln. Und das soll auch noch einige Stunden so bleiben. Freundliche Begrüßung bei der Ankunft. Unsere  Zimmer sind um diese Zeit natürlich noch belegt, so beginnen wir einmal mit einem ausgedehnten Frühstück, Elfi gönnt sich eine Massage, ich schlafe eine Runde in der Hängematte und die beiden Männer schnapsen es sich inzwischen aus! Durch den Starkregen und den Sturm gibt es bis nach Mittag keinen Strom und kein Wasser im Resort. Am frühen Nachmittag bekommen wir unsere Bungalows, die gemütlich, landesüblich und zweckmäßig eingerichtet sind.
Trotz des schlechten Wetters bei der Ankunft wirkt alles sehr ansprechend, alle sind per Du, kein Massentourismus, sondern Individualität steht hier offensichtlich im Vordergrund. Bei Sonnenschein wird es sicher herrlich hier. Das Resort liegt direkt am Meer. Schwarzer Lavasand, Kokospalmen, Bananenstauden, riesige Gummibäume und andere üppige Vegetation  –  wohin das Auge reicht. Hängematten, Sitzbereiche und viele kleine Accessoires machen den Garten zu einer richtigen Wohlfühloase. Zwischendurch flitzen Geckos an den Stämmen hoch.
Am Nachmittag schauen wir uns zu Fuß etwas in der Gegend um und entdecken nicht weit vom Resort ein kleines nettes Restaurant. Dort wollen wir morgen Abend essen gehen. Heute bleiben wir im Resort - schön langsam drückt uns die Müdigkeit. Das Essen schmeckt ausgezeichnet und nicht viel später liegen wir in unseren Betten. Gute Nacht!

Dienstag, 31. März
Heute Früh begrüßt uns schon die Sonne und nach einem gemütlichen Frühstück freuen wir uns alle auf unseren ersten Tauchgang!
9:20: Mit einem Auslegerboot und zwei Guides erreichen wir unseren Tauchplatz "Kilambing North". Etwas aufgeregt, aber voller Freude springe ich zum ersten Mal vom Boot ins Wasser. Doch schon beim Abstieg hab ich Probleme und komme nicht wirklich in die Tiefe. Der Guide gibt mir zusätzliches Blei, dann geht's. Denke ich für's Erste. Doch der ganze Tauchgang ist für mich eine ziemliche Katastrophe, Bernhard möchte schon die Boje setzen, ich verneine und will das einfach alles auf die Reihe kriegen. Doch es ist mir unmöglich zu tarieren. Ich habe das Gefühl, irgendetwas mit der Luft stimmt nicht. Doch ich kann es nicht wirklich erklären. Als Bernhard mit mir nach 41 Minuten auftaucht, kommen mir vor lauter Zorn die Tränen. Das darf doch nicht wahr sein! Ich ärgere mich furchtbar, weil der Tauchplatz wunderschön ist: Seekobra, Kofferfisch, Anglerfisch, Seewalzen, zauberhafte Korallen,....
Auf der Rückfahrt trösten mich alle und sagen, dass das einfach dazugehört, Tauchen lernt man nicht von einem Tag auf den anderen. Doch ich habe das Gefühl, dass ich nichts anders gemacht habe, als sonst auch. Warum geht's heute dann nicht?
12:10: 2.Tauchgang
"Gypsy Rover" heißt der Tauchplatz. Wieder das gleiche Spiel. Doch da Bernhard mir jetzt noch zusätzliches Blei verpasst hat, sacke ich wie ein Stein zu Boden. Ich pumpe Luft ohne Ende ins Jacket. Aber ich sinke. Ich versuche noch mehr mit der Lunge zu tarieren, aber das alleine reicht einfach nicht. Als auch Bernhard ins Jacket Luft reinlässt und ich eigentlich schon wie ein Pfitschipfeil in die Höhe sausen müsste, beginnt Bernhard den Fehler in der Technik zu suchen, weil es offensichtlich nicht an meinen Tauchkünsten liegt. Ja, und siehe da - der Inflatoranschluss ist locker. Bernhard dreht das Gewinde zu und plötzlich passt wieder alles. Ich bin echt erleichtert, dachte schon, ich wäre vollkommen daneben. Den Rest des Tauchganges kann ich dann endlich genießen und sehe: Sepien, Fetzenfische, Frogfische, Geisterfische, Clownfische, Flunder, Weichkorallen,....
Am Nachmittag organisieren Roli und Bernhard die Mopeds für die Dauer unseres Urlaubes. Am Abend fahren wir in das Lokal, das wir gestern gesichtet haben: Shardana Bar&Grill. Wir essen Garlic Shrimps mit Spicy Rice und Tintenfisch – beides köstlich! Auch die Nachspeise – Mango Split – ist zu empfehlen.
Im Resort sehen wir uns die ersten Unterwasserfotos an und spielen eine Runde Würfelpoker. Dann geht's ins Bett.

Mittwoch, 1. April
In der Nacht hat es ordentlich gewittert und gestürmt. Wir haben wieder keinen Strom und kein Wasser. Im Bungalow wird am Nachmittag unser Waschbecken repariert, denn da haben bis jetzt nur einzelne Tropfen den Weg durchs Rohr gefunden.
Da das Wetter bei uns am Morgen noch immer nicht sicher ist, fahren wir mit zwei Jeepneys auf die andere Seite der Insel, um dort zu tauchen. Unser Tauchplatz: "Catarman Fishport".
10:10: 1.Tauchgang – Muck Diving
Gleich beim Einstieg ins Wasser säuft Rolis Unterwasserkamera ab. Bernhard probiert heute erstmals unsere neue Kamera aus. Wir sehen Schnecken in vielen Farben und Mustern, Seenadeln, eine Schildkröte, Harlekins, eine Seekobra, Wasserscheiden, Krebse, Seegrasgeisterpfeifenfische,.... Auch ich bin heute erstmals 61 Minuten unter Wasser und fühl mich echt pudelwohl.
12:00: 2.Tauchgang für Elfi, Roli und Bernhard. Ich fahre mit ein paar Holländern zurück zum Resort, habe am Ende des Tauchganges Kopfschmerzen bekommen. Ein bisschen faul sein und Lesen tut auch gut. Das Wetter ist inzwischen auch auf unserer Seite der Insel wieder herrlich. Am Nachmittag gönnen sich Elfi und ich wieder eine Massage, während unsere Männer mit den Mopeds die Gegend erkunden.
Rolis Kamera liegt zum Trocknen in der Sonne – schaut nicht gut aus. Vielleicht bleibt sie auch gleich hier – wie Rolis fast neuwertiger Tauchanzug??
Am Abend essen wir im Resort (mmmmhhh - nur leider gibt es gerade nirgends Prawns, auf die wir schon alle einen solchen Guster hätten) und haben beim Pokern sehr viel Spaß. Heute ist das Glück auf Damenseite – aber natürlich haben uns die Männer nur gewinnen lassen, damit wir den Spaß dran nicht verlieren. Eh, klar!

Donnerstag, 2. April
Nach einem gemütlichen Frühstück geht es heute wieder direkt mit dem Boot raus. Da wir bei uns starke Strömung haben, fahren die Guides mit uns ca. 25 Minuten zum Tauchplatz "Old Vulcano", wo das Meer ruhiger ist. Der Tauchplatz liegt direkt am Fuß eines Vulkans. Sieht sehr idyllisch aus.
9:35: Wir tauchen eine Wand runter und ich bin das erste Mal längere Zeit auf über 20 Metern Tiefe. Das raubt mir scheinbar die Luft. Denn ich fühle mich voll wohl und muss trotzdem nach 33 Minuten aus dem Wasser, obwohl ich so gerne weiter getaucht wäre. Wir sehen: Orang Utan Krabben, Nacktschnecken in allen Farben, Glasgarnelen, eine Muräne, Rotfeuerfische, imposante Tisch- und Weichkorallen ... wunderschön!
Alle wieder an Bord - es geht zurück zum Resort. Nach Einer Tasse Grüntee und ein paar Keksen starten wir unseren ...
12:20: 2.Tauchgang – unser Tauchplatz "Black Forest"
Mein erster Strömungstauchgang. Ich habe keine Ahnung, was da wirklich auf mich zukommt. Als ich mir im Wasser mit einer Hand die Flosse nachziehen möchte, treibt es mich sofort vom Boot ab und ich versuche wieder zum Boot zurückzukommen. Aussichtslos. Bis Bernhard und der Guide Tintin bei mir sind, bin ich schon etwas außer Atem – aber ruhig. Das Boot hätte mich schließlich wieder anfahren können. Trotzdem ist es eine gute Erfahrung zu erleben, wie schnell man abgetrieben werden kann. Kurze Verschnaufpause.
Wir tauchen ab und treffen wieder auf Elfi, Roli und den zweiten Guide Romeo. Auch unter Wasser ist für mich heute die Strömung vorrangiges Erlebnis. Ich achte besonders darauf immer dicht bei Bernhard zu bleiben, was gar nicht so einfach ist. Andererseits muss ich  aufpassen, dass ich den anderen nicht zu nahe komme, weil ich mich oft von der Strömung fremdgesteuert fühle. Alles zieht so rasch an mir vorbei. Das Tauchen fühlt sich bei diesem Tauchgang ganz anders an. Durch die zusätzlich verbrauchte Luft beim Versuch das Boot wieder zu erreichen, ist für mich sowieso nach 30 Minuten Schluss. Ich tauche mit Tintin auf. Als die anderen zurück zum Boot kommen, sind sie froh, dass meine Luft schon früher aus war – die zweite Hälfte des Tauchganges war noch stärkere Strömung, wäre nichts für mich Anfängerin gewesen!
Am Nachmittag erkunden Bernhard und Roli mit den Mopeds den Weg zu den warmen Quellen "Ardent Hot Springs" und suchen das Lokal "Casa Roca". Dabei verliert Bernhard seinen Mopedschlüssel, den Roli Gott sei Dank wieder findet.
Am Abend fahren wir wieder ins "Shardana" und gönnen uns Tintenfische.
Unser tägliches Pokern hat sich mittlerweile eingebürgert und garantiert Unterhaltungswert. Inzwischen geht's immer darum: Schlagen die Männer die Frauen – oder umgekehrt?

Freitag, 3. April
Heute mal tauchfrei. Es ist Karfreitag, der höchste Feiertag auf den Philippinen. Wir sind mit den Mopeds unterwegs, viele Straßen sind geschmückt und auf der Insel herrscht mehr Trubel als sonst. Um die Insel führt ein 60 Kilometer langer Kreuzweg, immer wieder sieht man Läufer mit einem Kreuz am T- Shirt, die am Weg sind. Unglaublich bei dieser Hitze!
Wir besichtigen die "Ardent Hot Springs". Warme Quellen inmitten dicht bewachsener Landschaft. Zwischen Unmengen von Einheimischen (Feiertag!) laufen Hühner spazieren und picken Reste vom Boden auf. Rundherum wird gegrillt und gepicknickt. Anschließend machen wir uns auf die Suche nach Ansichtskarten für Elfi. Keine leichte Aufgabe auf Camiguin. Wir suchen einen bestimmten Laden, wir wissen bloß, dass ein grünes Schild ihn auszeichnet und er in der Nähe des Airports liegt. Nach einigen Umwegen, bei denen wir an Reisfeldern, einem Leuchtturm vorbeikommen und eine Kirche besichtigen, finden wir den Laden tatsächlich. Nur leider gibt es gerade keine Karten, dafür kaufen wir gleich Palmzucker für Sascha und Gladys. Dann beeilen wir uns zurück ins Resort, es ist heute extrem heiß. Raus aus der Wäsche und rein ins Meer. Herrlich!
Während Elfi und ich uns wieder massieren lassen, touren Bernhard und Roli in der Gegend herum. Auf der Suche nach den Wasserfällen und der Straße, die auf den Vulkan Hibok-Hibok führt, erwischt sie beide die Sonne. Unsere Männer mutieren im Anschluss zu "Streifenhörnchen" und glühen etwas.
Da das Wetter heute wirklich sehr heiß ist und wir keine rechte Lust dazu haben, canceln wir die Prozession, die wir uns eigentlich anschauen wollten, und bleiben gemütlich im Resort. Tut uns allen gut.

Samstag, 4. April
Nach dem Frühstück steht wieder unser 1.Tauchgang am Programm.
9.10: Tauchplatz "Black Forest" (Coral Garden): Papageienfische, Harlekingarnelen, ein großer weißer Frogfisch, Schwärme von Falterfischen, Fangschreckenkrebse, Skorpionfisch, Muräne, eine unglaublich schön gezeichnete Schildkröte,...
Da wir heute einen Nachttauchgang geplant haben, gönnen wir uns eine kurze Pause, dann geht es mit den Mopeds Richtung Wasserfälle "Katibawasan Falls". Die Fahrt dorthin zeigt uns viel von der Art wie die Menschen hier auf der Insel leben. Die Vegetation ist üppig, Kinder fahren mit Holzrädern am Straßenrand, Hunde queren die Straße, viele sind mit Mopeds unterwegs (oft zu dritt, mit einem Kind vorne oder mittendrin), einzelne knöcherne Kühe grasen neben den einfachen Behausungen, die Menschen sind freundlich – viele winken uns zu, Hektik scheint hier keiner zu kennen,....
Die Wasserfälle werden von den Einheimischen benutzt wie ein Freibad, wie auch die "Ardent Hot Springs". Die Familien kommen mit Speisen und picknicken hier. Es gibt viele einfache Sitzbereiche, keine Liegeflächen wie bei uns. Auffallend, dass viele Philippiner in T-Shirt und Hose ins Wasser springen. Der große Wasserfall fällt an einer Felswand in ein "Becken" herunter und ist mit seinen 50 Metern doch sehr beeindruckend.
Anschließend haben wir noch genug Zeit um uns am Markt von Mambajao umzusehen. Es ist erdrückend heiß und es sind viele Menschen unterwegs. Hinter jeder Ecke sieht man einen Hund. In der Markthalle finden wir Obst, Gemüse, Eier, Fische,.... aber auch Geschirr, Bekleidung,... alles was die Menschen hier zum Leben brauchen. Wir kaufen uns einen kleinen Snack bei einem Backshop und dann nichts wie retour und ab unter die erfrischende Dusche!
17.26: Nachttauchgang, unser Tauchplatz liegt vor "White Island": "Kilambing South"
Ich bin etwas aufgeregt  – es ist mein erster Nachttauchgang! Und: Bernhards 500.er Tauchgang! Gleich beim Einstieg sehen wir eine wunderschöne Seekobra. Dann liegt unser Fokus vollkommen auf der Suche nach Mandarinenfischen. Wir haben das Glück und können auf zwei Plätzen eine Anzahl von den blau-orangen Mandarinenfischen beobachten. Wirklich sehenswert! Roli strahlt über das ganze Gesicht.
Nach der Dusche gibt's köstliche Kalamari. Mmmm....
Bernhard zieht einen Schnupfen auf, wir gehen früh zu Bett. Natürlich nicht, ohne vorher den 500.Tauchgang begossen zu haben!

Sonntag, 5. April
9:30: 1.Tauchgang in der Nähe des Vulkans. Hier hat der Vulkan bei einem Ausbruch einen ganzen Friedhof ins Meer geschoben. Unser Tauchplatz: "Sunken Cemetery"
Am Meeresboden liegt ein großes Kreuz vom ehemaligen Friedhof. Darauf haben es sich Seesterne und Korallen gemütlich gemacht. Toller gelb, schwarz getupfter Igelfisch und zahlreiche Kofferfische.
12:30: 2.Tauchgang wieder am Gypsy Rover – Muck Diving: Große Garnelen, kleiner weißer Clownfrogfisch mit orangen Tupfen, viele Fetzenfische, Schnecken,...
Relaxen im Resort mit Lesen, Schlafen, Fotos sichten, Tagebuch schreiben,...
Abendessen im Resort – schmeckt hier einfach phänomenal gut!
Obligatorisches Pokern mit Bier und Mango Colada,...

Montag, 6. April
Der Tag startet für mich mit Bauchgrummeln und einigen Besuchen der Toilette. Trotzdem möchte ich mir den Tauchgang nicht entgehen lassen. Wir fahren wieder in die Nähe des "Old Vulcano". Dort ist es einfach wunderschön!
9:30: 1.Tauchgang: "Old Vulcano" – Tauchplatz: "Tangub Hot Springs"
Überraschte Gesichter bei Romeo und Tintin, als Elfi mit einem hart gekochten Ei an Bord geht. Heute ist Ostermontag – Ostereiertauchen! Elfi erklärt den Brauch, die beiden Männer lachen und schütteln den Kopf.
Beim Fertigmachen für den Tauchgang entdeckt Bernhard, dass seine Maske sich zerlegt hat. Gott sei Dank finden wir nach und nach alle Einzelteile der Seitenhalterung wieder in der Box. Er kann ins Wasser.
Nach 5 Minuten flachem Einstieg tauchen wir eine Wand runter und haben leider mitunter sehr schlechte Sicht. Bernhard entdeckt sein zweites Hoppala: In der Kamera steckt keine Speicherkarte! Ui zwick!
Elfi spielt Osterhase und versteckt das Ei für uns. Wir sehen wieder Orang Utan Krabben, Fischschwärme, eine Schildkröte, Fangschreckenkrebse, faszinierende Korallen,...Faszinierendes Detail: Romeo zeigt uns eine Stelle im Lavagestein, wo 38 Grad  warmes Wasser aus dem Felsen ins Meer strömt. Wir fühlen das warme Gestein mit den Händen.
Aber irgendwie fühl ich mich heute nicht wohl und möchte nach 40 Minuten rauf.
Ich lasse den zweiten Tauchgang aus. Ich bin hundemüde und meinem Bauch geht's auch nicht gut. Ich schlafe tief und fest in der Hängematte.
2. Tauchgang: "Gypsy Rover" – Muck Diving
Elfi, Roli und Berhard kehren begeistert zurück und erzählen: Sie waren 93 Minuten unter Wasser und haben zwei Blauring-Oktopusse, einen Mimik-Oktopus, eine fette Seekobra,... gesehen. Sie loben die Guides, die erstaunlich gute Augen haben und immer bemüht sind uns viel zu zeigen und auch auf alle Wünsche eingehen. Alle drei strahlen über das ganze Gesicht! Wir schauen uns gemeinsam am Laptop die Aufnahmen an, sind wirklich toll geworden.
Am Nachmittag gönnen sich Elfi und ich wieder eine Massage. Wir müssen die Gelegenheit nutzen, denn die Massagen hier sind wirklich außerordentlich gut – und das um umgerechnet 10 Euro für meist knapp 1,5 Stunden.
Nach dem Abendessen geht es dann leider bei mir los. Jetzt hat's mich endgültig erwischt. Die Nacht ist nicht sehr lustig und was mich am meisten ärgert: Unser Tagesausflug nach Mantigue Island morgen fällt deshalb ins Wasser.

Dienstag, 7. April
Während Bernhard bei mir im Resort bleibt und mich liebevoll umsorgt, machen sich Elfi und Roli mit dem Jeepney auf Richtung Mantigue Island.
Am Nachmittag geht es mir wieder so weit gut, dass wir eine kleine Runde mit dem Moped unternehmen können. Wir fahren hinauf Richtung Hibok-Hibok, der heute aber leider vollkommen im Nebel versteckt ist. Zurück im Resort, sind auch Elfi und Roli wieder da.
Am Abend fahren wir wieder ins Shardana. Mein Essen lasse ich postwendend wieder im Lokal – bis zum Ende des Urlaubes wird sich das leider auch nicht mehr ändern – meine Ernährung beschränkt sich ab jetzt auf Reis, Weißbrot, Wasser und Grüntee, manchmal gönne ich mir sogar eine Banane.

Mittwoch, 8. April
1.Tauchgang: "Kilambing North"
Ein herrlicher Tauchgang mit guter Sicht. Ich entdecke heute einen großen Drachenkopf. Außerdem wieder viele Fangschreckenkrebse, Skorpionfisch, Fledermausfisch, Kofferfische, Seekobras, eine zwischen uns durchflitzende Schildkröte, ...
Bei der Rückfahrt legen wir für einen kurzen Stopp bei "White Island" an, um Fotos zu schießen. Der weiße Sand ist unheimlich fein und das Meer schimmert von Helltürkis bis Smaragdgrün. Wunderschön!
2. Tauchgang: "Seehorse Point"–  Muck Diving
Wir sind nur 10 Minuten unter Wasser, als Romeo den Tauchgang abbricht. Der Wellengang ist zu stark. Wir fahren mit dem Boot an einen anderen Tauchplatz.
"3".Tauchgang: "Gypsy Rover"
Hier ist heute leider nicht wirklich viel zu sehen. Unser größtes Highlight: Wir warten eine kleine Ewigkeit auf Roli, während Romeo nach ihm sucht. In der Zwischenzeit hat er das Glück zwei große Sepien zu sehen.
Für Bernhard und mich unser letzter Tauchgang für diesen Urlaub. Ich muss gestehen: Jetzt habe ich Lunte gerochen! Ich habe in den letzten Tagen viel gelernt und einiges geht jetzt schon viel leichter und selbstverständlicher. Ich bin um einiges schneller im Wasser und auch wieder draußen. Elfi meint, dass ich ganz anders im Wasser liege als am Beginn des Urlaubes. Ich habe erlebt wie ein Nachttauchgang ist und wie sich Strömung anfühlt. Ja, ich habe auch gespürt, wie es ist, wenn dein Equipment nicht funktioniert und du den Fehler finden musst. Aber, wie heißt es so schön und richtig: Jede Herausforderung bringt dich ein Stückchen weiter!
Zur Belohnung gibt es noch einmal eine herrliche Massage.

Donnerstag, 9. April
Heute düsen wir nach dem Frühstück mit den Mopeds rund um die Insel Camiguin. Wir starten in Richtung Catarman und unser erster Stopp ist der "Walkway to the Old Vulcano". Ein imposanter Kreuzweg führt durch den Wald hinauf auf den Berg. Jede Station wird mit überdimensional großen bemalten Figuren dargestellt.
Dann geht es ein kleines Stückchen weiter zu " Sunken Cemetery". Hier hat der Vulkan Hibok-Hibok bei seinem Ausbruch einen Friedhof ins Meer geschoben. (Siehe Tauchgang!) Zur Erinnerung wurde ein riesengroßes weißes Kreuz auf einem Betonsockel an die Stelle im Meer gesetzt. Man kann es schon von weitem sehen. Buden mit Krimskrams säumen den Weg von der Straße hinunter zum Meer.
Nur einige Meter sind es dann bis zu "Old Church Ruin", wo wir Kerzen anzünden.
Nun geht es einige Kilometer weiter. Wir fahren landeinwärts, um " Soda Cold Springs" zu besichtigen. Im Prinzip wie ein Freibad bei uns, nur kommt das Wasser aus Quellen. Wir schauen von draußen rein und beschließen weiter zu fahren. Unsere nächste Station: "Tuasan Falls". Über eine scheinbar recht neu ausgebaute – von einem Steinschlag jedoch auch schon wieder teils verschüttete  – Straße erreichen wir den Wasserfall. Hier ist es nicht so überlaufen, das Wasser ist herrlich klar und erfrischend. Wir waten mit den Füßen durch das Wasser und genießen die Abkühlung! Es ist heute sehr heiß und gerade gegen Mittag. Gott sei Dank bläst am Moped der Fahrtwind, sonst wäre eine solche Tour kaum auszuhalten.
Bei einer Rauchpause am Straßenrand können wir uns das Lachen nicht verkneifen. Ein Philippiner macht uns darauf aufmerksam, dass im ganzen Bezirk das Rauchen auf der Straße verboten ist und mit 500 Pesos von der Polizei geahndet wird. Und da ärgert sich Roli über das geplante Rauchverbot in Lokalen bei uns?
Durch Catarman geht es dann doch einige Kilometer weiter bis nach Mahinog ins "J&A Fishpen Restaurant". Die Bedienung ist zuvorkommend, das Restaurant dürfte ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Bewohner der Insel sein. Eine Zipline führt über die Lagune, in der eine Fischzucht betrieben wird. Endlich bekommen Elfi, Roli und Bernhard die lang ersehnten Prawns! Ich bleibe wie gesagt bei Reis, Wasser und Brot. Schmoll!
Nun geht es schon wieder Richtung Mambajao. Das Bild von Vegetation, Menschen und Infrastruktur gleicht sich auf der ca.60 Kilometer langen Hauptstraße rund um die Insel sehr. Wenige schön gebaute Häuser, dafür aber doch sehr viel Armut in dunklen, teilweise mit Blechdächern gebauten winzigen Behausungen. Vor den "Hütten" und auf der Straße sieht man viele Kinder, Frauen und Männer, die scheinbar darauf warten, dass der Tag vorüber geht. Einzelne Kühe, Schweine, Ziegen und Hühner stehen zwischen Hunderten von Bananenstauden oder unter Palmen. Streunende Hunde in großer Zahl. Fast überall hängt Wäsche auf Seilen zum Trocknen, doch so einfach oder auch desolat die Häuser sein mögen – fast überall findet man angelegte Gärten und Topfpflanzen.
In den Städten/Dörfern ist pulsierendes Leben, es ist laut und überbesetzte Mopeds sowie Jeepneys und Kleinbusse fahren – für unsere Begriffe – scheinbar mit wenig Sinn für Verkehrsregeln. Und ohne Hupe – geht sowieso gar nichts! Außerhalb der Zentren empfinde ich das Leben hier sehr ruhig. Die Menschen winken uns und lächeln. Alles wirkt temporeduziert.
Wieder zurück im Resort: Mein Allerwertester ist glücklich! Der schmerzt nämlich nach dem Tag ganz schön.
Nach einer herrlichen Dusche machen Bernhard und ich uns ans Kofferpacken, um etwas später den Vogel abzuschießen. Als wir nämlich schon die Schlussrechnung in Händen halten und ich auf die Rückflugpapiere schaue – wegen dem Transfer zum Flughafen – entdecke ich, dass wir um einen Tag zu früh sind. Wir fliegen erst Samstag Früh! Es ist nicht zu eruieren, wer den Freitag eigentlich ins Gespräch gebracht hat. Die Lacher von allen Anwesenden sind uns natürlich sicher! Aber: Besser einen Tag zu früh, als zu spät. Koffer sind auch schon gepackt. Morgen können wir also so richtig relaxen!

Freitag, 10. April
Unseren "geschenkten" Urlaubstag verbringen wir mit Hängematte liegen, Sonnen, ins Meer gehen, Lesen und einer letzten Massage. Elfi und Roli sind natürlich tauchen und freuen sich über einen Strömungstauchgang.
Am Abend gibt es noch köstliche Prawns mit Garlicbread. Ich pfeif auch drauf und lasse sie mir schmecken. Mal schauen, wie die Heimreise wird ?. Eine letzte Pokerrunde, dann geht's ins Bett.

Samstag, 11. April
5:30: Abfahrt vom Resort – mit einem Jeepney werden wir zum Flughafen gebracht.
7:00: Flug nach Cebu
Wir landen früher als geplant und müssen auf unseren Transfer ins "Bellavista" warten. Nach einem kleinen Frühstück fahren wir mit dem Taxi ins Hafengebiet von Cebu City. Es ist schon jetzt (9:30) unglaublich heiß und die Luft steht. Wir besichtigen Fort San Pedro, das für die Verhältnisse hier außerordentlich gepflegt wirkt. Es wird seit letztem Jahr restauriert. Davor liegt ein ebenso gepflegter Platz mit einer Statue, Blumenbeeten und einem Denkmal. Wir laufen eine Zeit lang einfach die Straßen lang und kommen dann zur Basilika a St.Nino. Ein Magnet für die gläubigen Philippiner. Geduldig stehen sie in einer Schlange, um einen Blick auf die Chapel werfen zu können. Der Altar in der Basilika ist wirklich beeindruckend und auch der Innenhof ist sehr hübsch. Einige wenige Gebäude hier im Hafenbereich stechen optisch schon durch ihre Fassade ins Auge: Gebäude der Marine, der Kirche und der Regierung. Sie sind sauber und in gutem Zustand. Sonst prägt Schmutz, Armut und Verfall das Bild – wie eigentlich in der ganzen Stadt. Menschen schlafen auf vergammelten Pappkartons am Gehsteig, bettelnde Kinder laufen uns nach und bitten uns um Geld, Müll und Dreck liegen herum, pulsierender lauter Verkehr, der immer wieder zum Erliegen kommt, Gestank. Wir gehen und fahren an so viel Elend vorbei, dass ich mich ehrlich gesagt nur mehr auf zu Hause freue. Mit schlägt diese Aussichtslosigkeit aufs Gemüt. Daran kann auch der Besuch eines Shopping-Centers nichts ändern. Dort scheint sich plötzlich eine andere Welt aufzutun. Normal gekleidete Menschen, Familien, Markengeschäfte, Elektronikartikel,.....eine  Art Donauzentrum mit Restaurants, Spielhallen, Supermärkten,...und das alles natürlich klimatisiert! In diese Welt haben auch nicht alle Zutritt: Am Eingang werden sogar die Taschen kontrolliert. Nach einem Snack im KFC fahren wir mit dem Taxi wieder zurück ins Hotel. Ein Drink, ein kurzes Nickerchen,….
22:30: Wir werden auf den International Airport gebracht.

Sonntag, 12. April
1:35: Flug: Cebu - Seoul
7:00: Ankunft in Seoul
Wir laufen eine Zeit lang durch den Duty Free, auf der Suche nach einem Mitbringsel für Sandra. Doch die Preise hier sind exorbitant – wir weigern uns schließlich mit Zwang  hier etwas zu finden und uns abzocken zu lassen. Wir machen es uns in der Lounge gemütlich – hier ist es ruhig, Kaffee und Snacks sind gut, es lässt sich hier gut mit Lesen, Sudoku und I-Pad aushalten.
12:50: Flug: Seoul - Wien
Die letzte Flugstrecke zieht sich etwas, wir schlafen kaum und sind glücklich als wir nach über 11 Stunden Flugzeit in Wien unsere Beine wieder bewegen dürfen.
17:10: Ankunft in Wien (Zeitverschiebung: 7 Stunden zurück) Jetzt gibt's nur noch: Schnell nach Hause, duschen, ins eigene Bett fallen und Augen zu!

Bleibt mir nur noch zu sagen: Wirklich schön war's!!

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