Bericht HSV-Tauchsafari Rotes Meer Nordtour vom 28.09.-05.10.2017

Zu den Fotos

Ja, liebe Freunde des gepflegten Tauchsports, heuer war es wieder mal soweit. Eine Abordnung der Stickstoffjunkies rund um Präsident Manni K. brach auf an die Gestade des Roten Meeres, um wieder Salz zu lecken.

 

Mit von der Partie waren:
Manni K. – der Präsident
Markus K. – der Junior
Marlene K. – die Frischgetraute
Roli K. – der Vielgetauchte
Elfi K. – die Weitgereiste
Bernhard L. – der Meister des Glases
Andrea P. – die Kindertante
Dieter S. – der Klempner
Reini I. – der Schreiberling
Elfie I. – des Schreiberlings Gattin
Manni H. vulgo Fred – der Radltreiber
Martina R. – das Geburtstagskind
Ritchie S. – der mit dem neuen Anzug tanzt
Harry H. – der Spezialist

So fuhr man am besagten Donnerstag nachmittags gen Schwechat. Beim Einchecken in Terminal 1a spürte man schon eine leichte Unruhe. Lag wahrscheinlich am Durst. Endlich das ganze Gerödel angebracht, eilte man ins nächste Raucherbeisel. Und, oh Schreck, dort gab es nur Ottakringer. Ein absolutes No Go für den Präsi. Da wird sogleich die Flucht ergriffen, und sogar auf’s Rauchen pfiffen. Der Flieger von Cairo Air war innen schon etwas abgewohnt. Der Flug war ruhig und das Essen war auch OK. Ein Schluck mehr zu trinken wäre schon gut gewesen (Tipp für’s nächste Mal: Nach der Sicherheitskontrolle was zu trinken kaufen und in den Flieger mitnehmen).
Kaum in Hurghada gelandet ging es auch schon mit 2 Kleinbussen in den Hafen. Da lag unser stolzes Schiff, die Blue Planet. Vorweg gesagt, die Crew, der Koch Omar und der Diveguide Ashraf waren klasse. Nur der Captain tat sich mit einigen Anlegemanövern ein wenig schwer.
Mittlerweile ging es gegen 23 Uhr. Trotz später Stunde wurden wir noch mit einem Snack verköstigt.
Nach der Aufforderung des Diveguides, mit der Montage des Gerödels noch zu warten, begannen einige sofort damit. Wie immer halt.
Kurz darauf stellte sich heraus, was eventuell vergessen wurde. Nun, Manni H. reiste ohne Badehose an. Was an und für sich kein Problem ist, geht man ja ohnehin nur mit Tauchanzug ins Wasser. Wäre da nicht ein 35 Jahre alter Anzug, der ohnehin schon zu eng geworden war und im Schritt gewaltig zwickte. Zum Glück hatte der Schreiberling eine Badehose leihweise übrig. Die Woche war für Manni H. gerettet und seine Testikel auch.
Jetzt konnte der Spaß losgehen. Und der ging tags darauf auch richtig los. Nämlich mit ganz schön rauher See. Man schipperte aus Hurghadas Hafen Richtung Straße von Gubal und die Schauklerei begann. Das nahmen ein paar von uns schon übel. Elfie I., Bernhard L., Dieter S., Andrea P., um einige zu nennen. Da musste man halt durch.
Zwischenzeitlich tropfte es in einige Kabinen hinein. Da wurden dann die Schlafplätze kurzerhand verlegt. Glücklicherweise war ein Platz ja frei. Und der wurde zur Tropfsteinhöhle.
Nach zwei Tagen beruhigte sich der Wind und man schipperte in den Gewässern um Ras Mohammed und die Tiran Riffe. Fast alle Tauchgänge wurden mit Nitrox durchgeführt (bis auf den Canyon). Alles Easy-Beasy, danke Dir!
Zwischendurch wurde dann Geburtstag gefeiert. Zuerst Dieter S. und dann Martina R., die vom Koch mit einer riesen Torte überrascht wurde. Das Bier floss dabei in Strömen (Gesamt: 160 Liter oder 320 Dosen). Natürlich nur beim Apres Dive. Tauchen macht eben extrem durstig.

Das große Aua
Natürlich gab es auch wieder einige berichtenswerte Ereignisse. Die sensationsgierige Meute wartet sicher schon darauf.
Harry H. entglitt beim Umsteigen vom Boot ins Zodiak eine seiner Stahlbeton-Hartgummiflossen. Die sank wie ein Stein in die Tiefe und schlug in 20 Meter am Grund auf. Der gutmütige und extrem hilfsbereite Diveguide Ashraf (danke dir) hechtelte ohne Flossen aber schon mit Gerät am Rücken der Flosse nach und wollte sie noch im Sinkflug erreichen. Dabei hätte er doch lieber einen Druckausgleich machen sollen. So aber lädierte er sich dabei ordentlich das linke Trommelfell.
Manni K. wurde von einer aufgestoßenen Tür durch ein Crewmitglied aus dem Gleichgewicht geworfen. Was ihm eine Risswunde am rechten Unterarm einbrachte (kleines Aua). Dazu nicht genug musste unser Altspatz bei dem hohen Wellengang den Niedergang benutzen, hakte dabei ein und schon knackste es laut hörbar im Fuß (großes Aua). Als Nachschlag stieg ihm noch der Spezialist ein wenig auf den lädierten Fuß (noch mehr Aua). Doch auch die wilden Wellenritte mit dem Zodiac taten den Bandscheiben unseres Manni keinen Gefallen. Die nahmen übel und zwangen ihn vorzeitig auf die Pritsche (ganz großes Aua).
Die Ohren von Roli K. spielten auch sporadisch nicht mit. Somit musste er notgedrungen ein paar Tauchgänge auslassen. Was ja gar nicht seins ist.
Nur das junge Honeymoon-Jubelpaar absolvierte alle 21 möglichen Tauchgänge. Der Neo-Ehemann maunzte ein wenig, weil man bei wirklich hohem Seegang die Wracks Giannis D. und Carnatic nicht mit dem Zodiac anfuhr. Tja, der mag es ja wild, wilder am wildersten. Ist ja noch jung.
Elfie I. konnte nach 2 Tagen wieder feste Nahrung zu sich nehmen, erholte sich zusehends von den Strapazen der rauhen See und lief schlussendlich wieder zu ihrer alten Form auf.
Was gab es noch?
Ach ja, unser Neuzugang, der flinke Fred (Freds Homeservice - Mädchen für eh alles, falls ihr mal was zuhause braucht) war zwischen den Tauchgängen nicht so flink. Er gehört zu den glücklichen Menschen, die immer und überall schlafen können. Im Stehen, Sitzen oder Liegen, völlig egal. Beneidenswert!
Am Thomasriff hat sich ein Schiffshalter in Martina unsterblich verliebt. Zuerst hat er es beim Ritchie probiert. Aber schlussendlich wollte er lieber doch ein Weibchen. Nach Küsschen geben und Haarwuseln pickte er sich auf die Tauchflasche und ließ sich mitnehmen.
Markus, der Junior, wahrscheinlich in einer Mischung aus Liebestaumel und Stickstoffsättigung gefangen, brabbelte nach jedem Wracktauchgang, wie schön doch wieder mal ist, die Baron Gautsch zu betauchen.
Ach ja Essen, das wichtigste Kapitel!
Chefkoch Omar und sein Küchenteam zauberten jeden Tag köstliche Buffets auf den Tisch. Frühstück mit gebratenen Eiern. Mittags Rindfleisch, Hühnchen, ja ein ganzer gebratener Truthahn, Lasagne, Fisch, Gemüse und Salat (Koriander ist Geschmackssache). Und am Abend 2 Grillereien am Oberdeck, Pizza und Kuchen zur Jause. Alles was das Herz begehrt.
Und auch die Steirerjause durfte nicht fehlen: 2kg Schinkenspeck, 1 große Stange ungarische Salami, Hartwurst vom Piribauer, Cabanossi, 4 Stk. butterweicher Jausenspeck, Kren, 7 Kilo Brot, englischer Senf, Grillsenf und Pfefferoni ließen die Herzen der schweinefleischverwöhnten Mitteleuropäer höher schlagen. Alles wurde verputzt. Wie immer tanzen der Bernhard und der Reini den doppelten Schnittberger dazu. Nur für die Zukunft sollten ein gutes Messer und ein Schneidebrett zum Reisegepäck gehören. Der Schreiberling wird sich das merken.
Und schon war sie wieder um, die Woche. Nach einem kurzen, aber wilden Ritt auf den Wellen landeten wir wieder im Hafen von Hurghada. Und machten sich schnurstracks auf die Suche nach dem billigsten Bier. Man wurde nach einigem Verhandeln in einer Bar namens Berlin fündig (€ 2,50 die Flasche Stella). Andrea, Bernhard nebst Präsi und der Jugend brachen dann mit Chefkoch Omar auf, um eine gute Wasserpfeife zu erstehen, was auch gelang. Der Rest verteilte sich entweder auf dem Schiff oder ging essen wie der Schreiberling nebst Gattin (Pizza und Salat) und Roli nebst Gattin (Shrimps).
Am darauffolgenden Morgen wurden wir pünklichst abgeholt und zum Fughafen gebracht. Und wieder brach eine leichte Nervosität bei der Gepäck- und Personenkontrolle aus. Martina umschiffte gekonnt den Scanner, was ihr aber eine Beamtin höflichst korrigierte. Manni H. verlor auf halber Strecke seinen Leibriemen und wurde prompt samt Gepäck gefilzt. Der Flughafen war bis auf die Teilnehmer unseres Fluges eigentlich leer. Ist schon ungewohnt, wenn man an früher denkt.

Und unser Spezialist ließ gleich mal seinen Tauchcomputer und seine Tauchlampe am Schiff zurück. Gut versteckt hinter dem Vorhang in seiner Kabine, wo selbst der zuletzt kontrollierende Präsi nicht fündig wurde. Zum Glück nimmt ihm die nachfolgende Tauchergruppe die Teile mit nach Wien. Aber das wird teuer.
So landete man zu guter Letzt heil und wohlbehalten in Wien. Und schlussendlich beim Heurigen Piribauer in Neudörfl, wo sich das Gros der Teilnehmer dem Genuss eines Surschnitzels hingab.
Wieder wurde ein ruhmreiches, legendäres Kapitel in der Geschichte des HSV geschrieben. Man darf auf das nächste Abenteuer gespannt sein.

Easy-beasy, danke Dir!

Die Tauchplätze:
Hurghada Nord - Poseidon Garden
Schöne Hartkorallenlandschaft, gemütlich von Boot aus
Gubal Saghira
Schöner seichter Platz mit Wrack, auch in der Nacht
Gubal - Ulysses
Exponiert liegendes, sehr schönes, großes Wrack. War etwas unruhig, auch unter Wasser.
Thistlegorm
Immer wieder toll. Auch Nachttauchgang mit Schildkröte.
Ras Mohammed – Shark Reef und Yolanda Reef
Schön wie immer. Einer der Lieblingsplätze des Schreiberlings.
Straße von Tiran – Jackson Reef
Viele, viele bunte Fische.
Straße von Tiran- Thomas Reef „Canyon“
Atemberaubend genial.
Ras Mohammed – Annemon City und Shark Reef
Eine Klasse für sich.
Abu Nuhas – Chrisoula K.
Tolles Wrack mit Einblick in den Maschinenraum (siehe Film in Kürze)
Gezira Siyul – Lagun
Nachtlager
Gezira Siyul - Kebira
Tauchplatz OK
Sha‘ab El Erg
Schöner Nachttauchplatz
Sha‘ab El Erg - Dolphinhouse
Delfine und Napoleon
Um Gammar
Sehr schöner Platz mit wunderschönen Korallenstöcken mit Schildkröte und einer Höhle in 26 Metern.

Easy-beasy, danke Dir!

PS: Ein Fotoalbum wird dankenswerterweise von Andrea gestaltet (wer eines will, bitte melden).
       Ein Film wird vom Schreiberling zusammengestoppelt (wer eine DVD will, bitte melden).

 

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