MADAGASKAR 2018

19.10. 2018 – 09.11.2018

… oder die Reise der Überraschungen

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Am 19.10.2018 war es endlich soweit. So wie immer sollte unser Urlaub bereits am Flughafen nach dem Check in in „Johann’s Biereck“ beginnen.

Nachdem unser Chauffeur Bernhard mit Übelkeit zu Hause verbrachte, starteten wir unsere Reise mit einem Taxi, welches uns nach Schwechat brachte. Wie immer sprinteten wir nach Kofferaufgabe runter in „unser kleines Lokal“.

Mit den Boardingcards in der Hand, viel das Bierbestellen gleich viel leichter. Ich glaube noch nicht einmal einen Schluck gemacht zu haben, sah ich Manfred K. draußen stehen und winkte ihn herein. Gutgläubig wie wir waren, glaubten wir auch die Geschichte, er müsse einige Feuerwehrkameraden abholen und so stießen wir mit einem Bier an. Als nach ca. 10 Min. noch Markus und Marlene das Lokal betraten, dachten wir uns noch immer nichts, da es sich ja um die abzuholenden Personen handeln könnte. Erst als Bernhard und Andrea, ausgerüstet mit Strohhut und Kamera, vor uns standen, kamen die Gehirnwindungen in Gang.

Ok, also kein Standardurlaub wie sonst auch, sondern ein halber HSV-Ausflug ist angesagt!

Nach Realisierung der Situation, traten wir nun die Reise an. Der 6-Stunden Flug Wien – Addis Abeba verging schnell. Nach kurzem Aufenthalt setzte sich nun unsere 14-köpfige Gruppe zur letzten Etappe Addis Abeba – Antananarivo (4 Stunden) in Bewegung.

Mittags angekommen, stand gleich ein weiterer Transfer von 6,5 Stunden mit einem Bus an, der uns zu unseren erstem Quartier nächst Analamazaotra NP bringen sollte.
Geprägt von den Strapazen ließen wir den Abend nach einem Essen ausklingen

Früh morgens nach dem Frühstück, hieß es auch schon wieder aufsitzen. Eine Wanderung im National Park stand am Programm. Die Temperatur war mit ca 20° sehr moderat. Nach einem Aufstieg wurden wir aber mit Lemuren, Schlangen, üppiger Vegetation und Giraffenhalskäfer belohnt.

Nach 2 Stunden Wanderung, mussten wir wieder in unserem Bus um das nächste Etappenziel zu erreichen. Das Ziel „Jungle Nofy“ lag direkt am Ampitabe See. Erreichbar anfangs mit Bus, dann umsteigen in Allrad-Autos und im Finale mit einem Boot durch den Pangalanes Kanal. Nach 6 Stunden Fahrt durften wir uns wieder ein „THB – Three Horses Beer“ genehmigen.

Ein neuer Tag mit neuen Abenteuern. Heute ist ein Besuch im Palmarium geplant. Ein privater Park mit jeder Menge handzahmer Lemuren. Weiters sahen wir eine Schlange und ein Chamäleon. Nach einigen Streicheleinheiten verließen wir das Palmarium um uns ein Fischerdorf anzusehen. War wieder einmal eine interessante Lerneinheit, wie man auch in Armut glücklich sein kann. Abends, nach dem Essen, wurden wir noch mit einheimischer Folklore verwöhnt und stiegen müde aber zufrieden in unser „Wigwam“.

Der nächste Tag führte uns zu unserer Ausgangsposition, nämlich „Tana“ zurück. Die rund 14-stündige Fahrt beinhaltete einen Stopp im „Exotic Park“ wo uns Unmengen von Chamäleons, Geckos und sonstigen Kleinzeug erwarteten.

Aber nun geht’s in die Wärme! Gleich in der Früh startete unsere Maschine zu einem 1 ½ Inlandsflug nach Nosy Be. Dort wurden wir gleich mit Sonnenschein und einer Temperatur um die 30° empfangen. Jetzt kann der entspannende Teil des Urlaubs beginnen, so der einhellige Tenor. Nach einem kurzen Transfer über die Insel und einen 10-minütigen Bootstransfer setzten wir auf der Insel Sakatia den ersten Fuß an Land. Die gleichnamige Lodge wird auch unser zu Hause für die nächsten 9 Tage sein. Eine nette Lodge mit gemütlicher Atmosphäre, Strand, angeschlossene Tauchbasis und nettem Personal. In weiterer Folge wurden zwischen 14 und 18 Tauchgänge durchgeführt. Nachmittags war relaxen, massieren, Inselwandern oder einfach Nichts angesagt.

Ach ja, hätte ich fast vergessen. Für einige von uns war es das Ereignis! Der erste Buckelwal und auch der erste Walhai beim schnorcheln. Das hob die Stimmung natürlich enorm.

Diese Tage vergingen auch viel zu schnell und schon war die Zeit gekommen um unseren letzten Teil der Reise anzutreten. Bevor wir wieder auf das Festland wechselten, hieß es noch Abschied von Bernhard, Andrea, Markus und Marlene zu nehmen. Sie verließen uns jetzt Richtung Heimat.

In Ankify am Hafen wurden wir bereits von 3 Allrad-Autos erwartet. Später wussten wir warum es Allrad sein musste. So setzten wir uns in einer 8-stündigen Fahrt zum Ankarana NP in Bewegung. Die Durchschnittsgeschwindigkeit war mit der eines Fahrrades gleichzusetzen. Die Straßen, sofern man dies so bezeichnen durfte, waren unter jeder S…

Niveauunterschiede von teilweise 50 cm waren keine Seltenheit. Dabei hatten wir aber Gelegenheit Land und Leute näher zu beobachten. Das heute Ziel war das „Iharana Bush Camp“. Ein uriges Camp mitten in der Prärie mit einfachen Bungalows im einheimischen Stil errichtet. Diesen Tag ließen wir mit ein paar Drinks bei Sonnenuntergang ausklingen.

Ein neuer Tag eine neue Wanderung! Jetzt ging‘s wieder los. Eine 4-stündige Wanderung wurde uns angekündigt und die sollte kein Spaziergang werden. Gut gelaunt starteten wir mit aufgeladenen Kameras und vollen Getränkeflaschen. Bereits nach 20 Minuten kam die erste Bergwertung. So wie ich es gerne hab!? Die anfangs angenehme Temperatur stieg rasant in die Höhe, doch wir wollten ja diesen Expeditionscharakter. Neben, wieder einmal Lemuren, sahen wir auch die berühmten Tsingys. Ein wirklich schöner Anblick, diese karge Gegend!
Als die Sonne am höchsten stand, durften wir auch noch diese Steinwüste ohne jeglichen Schatten queren um wieder retour zu gehen. Das Highlight hinter uns, mussten wir nur noch eine Kleinigkeit von 1 Stunde zu unserer Basis gehen. Stolz auf das Geschaffte, aber müde Beine waren das Resultat dieses Ausfluges. Nachmittag leckten wir im Camp unsere Wunden.

Nein, wir hatten noch nicht genug vom Autofahren. Es zog uns nordwärts zu den „Tsingy Rouge“. Ein Kurztrip von 3 Stunden konnte uns jetzt nichts mehr anhaben. Doch diese Sehenswürdigkeit ist es allemal wert, angesteuert zu werden. Weiße Tsingys im roten Sand sind ganz einfach der perfekte Kontrast. Nach einiger Zeit machten sich Elfi und ich wieder auf dem Weg zurück. Warum? Klar es ging super steil bergauf!!!!! Was auch sonst? Doch Sportler wie uns, kann so etwas nichts anhaben. Zum aus ruhen bleibt ja im Auto immer Zeit genug. Und so war es auch, als wir unseren Bestimmungsort, die „Nature Lodge“, am Nachmittag anvisierten. Abendausklang: wie immer!

Tagesplan? Was? Natürlich Wanderung! Der Widerstand wurde, durch Fußkrankheiten und sonstiger Ausreden immer heftiger. Nur 3 der 10 Teilnehmer wählten eine 4 Stundentour. Der Rest wollte die Pensionistenroute. Was soll ich sagen, ein Traum. Wir wurden mit dem Jeep bis zur höchsten Anhöhe gebracht und mussten uns dann eigentlich nur noch bergab bewegen und das in einem Tempo, bei den auch der „lahmende Teil“ mitkam. Der Vorteil dadurch lag auf der Hand. Soviel wie bei diesem Spaziergang sahen wir bei keiner anderen Tour. Seltene Kleintiere wurden gefunden, aber auch ein Boa Constrictor wurde gesehen. Jaaa, der Tag war gerettet. Zufrieden und den Kopf voller Impressionen trafen wir uns am letzten Abend unserer Tour noch zu einem Geburtstagsessen. Karl feierte seinen Jubeltag mit einem guten Essen und Wein.

Diesen Tag bräuchte man normalerweise hier nicht anführen, denn die nach Norden gefahrene Strecke mussten wir wieder an einem Stück nach Süden zurücklegen.
Also kurz – ein Urlaubstag im Auto!

Nachmittags waren wir wieder auf Nosy Be in unserem Quartier „Anjiamarango Beach Ressort“. Eine wunderschöne Anlage mit großen Bungalows direkt am Strand. Als Abschluss wurden wir am Abend noch mit einer Tanzeinlage belohnt.

Der letzte Tag. Von den letzten Tagen geschlaucht, beschlossen Elfi und ich im Ressort zu bleiben und am Pool einfach noch einmal den Tag genießen. Einige besuchten noch den Markt in Hellville (Hauptort auf Nosy Be). Und so endete auch der letzte Urlaubstag mit einem guten Essen und einigen Cocktails.

Der letzte Akt bestand nur mehr aus Transfer und Flug in eine, uns bekannte, andere Welt.

Fazit:
Madagaskar ist ein Land mit viel Gegend, unterschiedlichster Vegetation, vielen uns fremde Tierarten und natürlich Bewohner deren Gedankengänge und Lebenseinstellung für uns nicht immer nachvollziehbar waren. Man muss sich halt immer vor Augen halten, dass es eines der ärmsten Länder dieser Welt ist.
Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Die Leute sind - außerhalb der Hauptstadt – sehr freundlich und haben keine Berührungsängste Fremden gegenüber.

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